Die durch den Lions Club Rebecca Hanf initiierte und vom Rat der Stadt Witten in seiner Sitzung vom 23. September 2013 mit breiter Mehrheit befürwortete Verlegung von „Stolpersteinen“ durch den Künstler Gunter Demnig hatte am 4. April 2014 unter großer Anteilnahme ihren Auftakt.
Seitdem sind in der Wittener Innenstadt, in Annen, Herbede, Stockum und Rüdinghausen 108 der etwa 10 x 10 Zentimeter großen, mit individuell erstellten Inschriften versehenen und handgefertigten Erinnerungszeichen verlegt worden.
Weitere Informationen folgen demnächst an dieser Stelle.
„Erinnern heißt handeln“ – Neuntklässler forschen zu den Stolpersteinen in Witten
Zwanzig Schülerinnen und Schüler des WP II Geschichtskurses der Jahrgangsstufe 9 des Ruhr-Gymnasiums Witten haben sich in einem mehrmonatigen Projekt (April bis Juli 2025) intensiv mit den Biografien der Menschen hinter den Stolpersteinen in Witten im Umfeld der Schule beschäftigt. Die Jugendlichen arbeiteten in Kleingruppen und konnten dabei selbstständig einen intensiven Zugang zu den persönlichen Schicksalen erhalten. Vorausgegangen war eine Unterrichtsreihe zum Nationalsozialismus, die auf Wunsch der Lerngruppe in ein praxisnahes Projekt mündete. In enger Kooperation mit dem Stadtarchiv Witten sichteten die Schülerinnen und Schüler historische Quellen, wie z. B. Meldekarten, Adressbücher, Geburts- und Sterbeurkunden sowie Auszüge aus Gedenkbüchern. Ziel war es, auf Grundlage dieser Dokumente eigenständig Kurzbiografien zu erarbeiten, die den Menschen hinter den Stolpersteinen ein Gesicht geben. Diese Texte beleuchten nicht nur das individuelle Schicksal, sondern betten die Lebensläufe auch in den historischen Kontext ein – eine anspruchsvolle Leistung, die die Jugendlichen mit beeindruckender Ernsthaftigkeit und Sorgfalt umgesetzt haben.
Die Ergebnisse des Projekts lassen sich sehen – und lesen: Die erarbeiteten Kurzbiografien wurden in eine digitale Karte eingepflegt, die auf Grundlage von Google Maps erstellt wurde. Interessierte können sich dort gezielt über die Standorte und Schicksale informieren.
Die Karte mitsamt den Biografien findet man hier.
Dank an Beteiligte
Das Stadtarchiv und der Arbeitskreis „Stolpersteine in Witten“ bedanken sich
beim Künstler Gunter Demnig und seinem Team für das europaweite KunstDenkmal „Stolpersteine“ und die damit verbundene handwerkliche und organisatorische Arbeit,
bei allen Archiven, Forscherinnen und Forschern, den Patinnen und Paten und den Nachfahren der NS-Opfer, die die Forschung zu den Stolpersteinen und die Erstellung der Inschriften unterstützt haben, insbesondere den Wittener Schulen und allen Jugendlichen, die bei der öffentlichen Präsentation der Stolpersteine beteiligt waren, und
bei den Stadtwerken Witten für die finanzielle Förderung der projektbezogenen Arbeit mit Jugendlichen und bei der Wittener Gesellschaft für Arbeit und Beschäftigungsförderung mbH (WABE) für die Projektbegleitung.
Ein besonderer Dank gilt den Überlebenden der Shoah, die ihre Berichte, Fotos und Dokumente vor Jahrzehnten dem Stadtarchiv Witten überlassen haben. Diese Zeugnisse waren und sind eine wesentliche Quellengrundlage für das "Erinnern für die Zukunft" und für Stolpersteine in Witten.
Tipps zur Reinigung von Stolpersteinen finden Sie hier.
Stadtplan "Stolpersteine in Witten". Herausgeber: Stadtarchiv Witten/Kulturforum Witten in Kooperation mit dem >>Arbeitskreis Stolpersteine in Witten<<. Gestaltung: a design collective, Hagen i.W. Kartenmaterial: openStreetMap-Mitwirkende, 2016. Maßstäbe 1:10 000
Mit freundlicher und finanzieller Unterstützung des Stadtgeschichtsfonds des Stadtarchivs Witten, des Partnerschaftsfonds des Partnerschaftsvereins Witten e.V., der Deutsch-Israelischen Gesellschaft AG Witten und der Stadtwerke Witten GmbH
FAQ
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Erste Verlegung von 18 Stolpersteinen am 4. April 2014
Parkweg 14 (6 Stolpersteine), Ruhrstraße 40 (3 Stolpersteine), Oberstraße 7 (5 Stolpersteine), Beethovenstr. 7 (4 Stolpersteine)
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Zweite Verlegung von 19 Stolpersteinen am 10. Dezember 2014
Kreuzung Siegfriedstraße/Steinbachstraße (1 Stolperstein), Körnerstraße 25 (1 Stolperstein), Herbeder Straße 28 (1 Stolperstein), Johannisstraße 37 (1 Stolperstein), Breitestraße 40 (1 Stolperstein), Nordstraße 23 (3 Stolpersteine), Lessingstraße 6 (4 Stolpersteine), Ardeystraße 70 (7 Stolpersteine)
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Dritte Verlegung von 13 Stolpersteinen am 2. März 2015
Am Berge 3 (7 Stolpersteine) und Kirchstraße 31 (6 Stolpersteine)
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Vierte Verlegung von 16 Stolpersteinen am 25. November 2015
Hörder Straße 326 (4 Stolpersteine), Kreisstraße 3 (5 Stolpersteine), Siegfriedstraße / Steinbachstraße (2 Stolpersteine), Kohlensiepen 117 (1 Stolperstein), Mozartstraße 12 (3 Stolpersteine)
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Fünfte Verlegung von 14 Stolpersteinen am 17. Dezember 2016
Meesmannstraße 35 (3 Stolpersteine), Parkweg 1 (2 Stolpersteine), Ruhrstraße 40 (3 Stolpersteine), Ruhrstraße 19 (6 Stolpersteine)
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Sechste Verlegung von 11 Stolpersteinen am 22. Mai 2017
Brunebecker Straße 53 (4 Stolpersteine), Im Wullen 75 (1 Stolperstein), Steinstraße 12 (1 Stolperstein), Körnerstraße 34 (3 Stolpersteine), Berliner Straße 28 (2 Stolpersteine)
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Siebte Verlegung von 18 Stolpersteinen am 12. November 2019
Witten-Herbede gegenüber Gerberstraße 1 (2 Stolpersteine), Gerberstraße 9 (5 Stolpersteine), Steinstraße 25 (6 Stolpersteine), Lutherstraße 25 (1 Stolperstein), Lutherstraße 34 (2 Stolpersteine), Galenstraße 24 (2 Stolpersteine)