Willkommen beim Landesprogramm Kulturrucksack NRW
Die neue Förderrunde für 2026 startet bald!
Gesucht werden außerschulische Kulturprojekte für Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren, die kreative Freiräume eröffnen und die Rechte auf Teilhabe, Mitbestimmung und kulturellen Ausdruck stärken.
Bewerbungsschluss ist der 23. Oktober 2025 um 23:59 Uhr an romy.schmidt@stadt-witten.de.
Fokus: Diversitätssensible Praxis und Teilhabe durch partizipative Projekte
Das Kulturrucksack‑Förderprogramm ist ein Programm kultureller Bildung. Es unterstützt Projekte, die Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 bis 14 Jahren Raum geben, sich künstlerisch auszudrücken, ihre Umwelt mitzugestalten und neue Perspektiven zu entwickeln. Kulturelle Bildung bedeutet: Kinder und Jugendliche sind nicht nur Teilnehmende, sondern Mitkreierende. Ihre Themen, Ideen und Sichtweisen stehen im Mittelpunkt – künstlerisch, inhaltlich und organisatorisch.
Ein Kulturrucksack‑Projekt soll so gestaltet sein, dass möglichst viele Kinder und Jugendliche teilnehmen können – unabhängig von Herkunft, Sprache, Geschlecht, Fähigkeiten oder sozialer Lage oder Vorkenntnissen. Dazu gehört eine diskriminierungssensible, rassismuskritische Haltung und die klare Entscheidung, auf Augenhöhe mit den Teilnehmenden zu arbeiten. Ein Projektarbeits‑Du kann helfen Hierarchien abzubauen.
Das Kulturrucksack‑Förderprogramm lebt von echter Partizipation. Projekte müssen so flexibel geplant sein, dass die Wünsche, Interessen und das Wissen der Kinder und Jugendlichen aufgenommen und weiterentwickelt werden können. Ihre Mitentscheidung ist zentraler Bestandteil kultureller Bildung. Wichtiger als das fertige Ergebnis ist der gemeinsame Prozess: das kreative Ausprobieren und Erforschen künstlerischer Ausdrucksformen.
Ein gutes Beispiel ist ein Comic‑Atelier, in dem die Teilnehmenden selbst Themen, Figuren und Präsentationsformen wählen und gemeinsam die Ausstellung kuratieren.
Ein ungeeignetes Beispiel ist ein bereits vollständig durchchoreografiertes Theaterstück, bei dem Rollen, Texte und Abläufe feststehen und die Gruppe nur noch „nachspielt“.
So wird deutlich: Kulturelle Bildungsprojekte sind mehr als reine Freizeitangebote. Sie schaffen Räume, in denen junge Menschen Verantwortung übernehmen, sich selbst ausdrücken und Kunst aktiv mitgestalten – mit Haltung, mit Kreativität und auf Augenhöhe.
WICHTIG: Barrieren abbauen – Zugänge öffnen
Barrieren – sprachlich, körperlich oder sozial – sollen von Anfang an mitgedacht werden. Einfache Sprache, visuelle Zugänge, unterstützende Begleitung und ein niedrigschwelliger Zugang helfen, damit alle Kinder teilnehmen können. Ziel ist ein sicherer, respektvoller und empowernder Raum für alle.
Kulturelle Bildung lebt von Vielfalt. Eine diversitätssensible Gestaltung macht die Lebensrealitäten von Kindern und Jugendlichen sichtbar, beugt Ausgrenzung, Rassismus und Adultismus* vor und fördert ein respektvolles Miteinander.
*Adultismus bezeichnet die Abwertung junger Menschen allein aufgrund ihres Alters – etwa, wenn ihre Sichtweisen nicht ernst genommen oder sie aus Entscheidungsprozessen ausgeschlossen werden.
Kinder- und Jugendjury entscheidet
Alle Projektideen werden auch in diesem Jahr wieder von unserer Kinder‑ und Jugendjury für 2026 bewertet. Die Jury ist im Kinder‑ und Jugendbüro Eckpunkt in Witten (Ruhrstraße 1) angesiedelt. Die Kinder- und Jugendjury wird von einem pädagogisch-künstlerischen Team begleitet. Die Entscheidungen trifft die Jury selbst.
Die Jury hat eigene Leitfragen für die Projektvorstellungen per Video auf der Basis des ersten Kinder- und Jugendjuryjahres entwickelt. Diese sollen den Antragstellenden helfen, ihre Ideen klar und verständlich zu präsentieren. Die Leitfragen für die Projektvorstellung per Video an die Jury finden Sie im Downloadbereich unter Infoblatt Video.
Das Video für die Projektvorstellung darf 5 Minuten nicht überschreiten und die Beschreibung des Vorhabens sollte in einfach gehaltener Sprache ohne Fremdworte formuliert werden.
Audiodateien haben sich nicht bewährt und werden deshalb nicht mehr akzeptiert.
Die Antragstellung des Kulturrucksack 2026 auf einen Blick:
Was wird gefördert?
- Kreative, künstlerische und partizipativ angelegte Kunst‑ und Kulturprojekte
- Für Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren, oder 10–12 Jahren und 12–14 Jahren
- Außerschulisch, altersgerecht, diskriminierungssensibel, barrierearm, keine Vorkenntnisse notwendig
Wer kann sich bewerben?
- Freie Kulturschaffende mit Erfahrung in der Arbeit mit Kindern- und Jugendlichen
- Kulturinstitutionen
- Träger der Jugend‑ oder Bildungsarbeit mit Erfahrung in kultureller Bildung
Welche Unterlagen müssen eingereicht werden?
- Antragsformular (PDF)
- Kosten‑ und Finanzierungsplan (Excel)
- Projektvorstellung als Video (max. 5 Minuten, einfache Sprache)
Wichtige Info: ab Januar 2026 treten die Honoraruntergrenzen für Kunstschaffende in Kraft, somit erhöht sich der Stundensatz von vorher max. 40/Std. auf ab 55€/Std. nach Berufserfahrung und Expertise. Die Honorarmatrix finden Sie unten in den Links.
Nach der Förderzusage:
DSGVO‑Einverständniserklärungen für Durchführende und Teilnehmende. Die Formulare finden Sie hier im Downloadbereich siehe unten.
Nach Projektende:
Verwendungsnachweis (Download im unteren Bereich der Website)
Fragen zum Kulturrucksack:
Romy Schmidt – Kulturförderung, Kulturforum Witten
romy.schmidt@kulturforum-witten.de
Alle Formulare, Leitfäden und Vorlagen stehen im Downloadbereich bereit. Wir freuen uns auf vielfältige, kreative und gerechte Projektideen!
Hilfreiche Informationen:
Was ist kulturelle Bildung?
Eine Einführung und Definition der Arbeitsstelle Kulturelle Bildung NRW
Praxismaterialien für Projektarbeit in der kulturellen Bildung:
Checklisten, Methoden, Kooperationsmodelle, Tipps:
Zu den Merkheften
Hinweise zur diversitätssensiblen Praxis mit Kindern und Jugendlichen:
FUMA NRW, Fachstelle Gender & Diversität
Besondere Empfehlung:
Methodencheck der Fachstelle FUMA Gender & Diversität
Paritätische Akademie NRW:
Weiterbildungen
Weiterbildungen zu Partizipation und diskriminierungskritischer Praxis in NRW (Präsenz):
Akademie für Kinder- und Jugendparlamente NRW
Akademie der Kulturellen Bildung Remscheid:
https://kulturellebildung.de/
Honorarmatrix des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW:
https://www.mkw.nrw/themen/kultur/kunst-und-kulturfoerderung/honoraruntergrenzen

