„Antifaschisten, das waren wir…“

Stadtarchiv lädt ein zum Vortrag über die Wittenerin Rosi Wolfstein und Paul Frölich

Begeistert macht das Stadtarchiv Witten auf eine besondere Veranstaltung aufmerksam: „Antifaschisten, das waren wir…“ heißt es am Samstag, 3. September, in der Zeit von 18 bis 19.30 Uhr. Der spannende Vortrag beleuchtet die Biografien der Wittenerin Rosi Wolfstein und ihres Partners Paul Frölich. Passender Rahmen ist der Kinosaal von Haus Witten, Ruhrstraße 86. Einlass ab 17.30 Uhr (bei der Anfahrt bitte gedanklich die Zwiebelkirmes berücksichtigen), Eintritt frei!


Rosi Wolfstein war Kriegsgegnerin, Sozialdemokratin, Sozialistin, Kommunistin, am Ende wieder Sozialdemokratin, stets Antifaschistin – und gebürtige Wittenerin. Einer liberalen jüdischen Familie entwachsen, sozialisierte sie sich im linken politischen Spektrum des Kaiserreichs und der Weimarer Republik, musste in der NS-Zeit fliehen und kehrte später mit ihrem Partner zurück nach Deutschland. Seit 1996 erinnert in Witten u.a. ein Straßenname an Rosi Wolfstein. Riccardo Altieri stellt sein 2021 im Büchner-Verlag erschienenes Buch über die Kämpferin für die Entrechteten und Unterdrückten in Witten vor.

Referent ist Riccardo Altieri: Der Historiker (Studium in Würzburg) promovierte in Potsdam mit einer Doppelbiographie über Rosi Wolfstein und ihren Partner Paul Frölich. Seit 2022 leitet er das Johanna-Stahl-Zentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken mit Sitz in Würzburg.


Die Veranstaltung ist entstanden als Ergebnis der breiten Veranstaltungsallianz zwischen Stadtarchiv, dem soziokulturellen Zentrum Trotz Allem und dem Verein für Orts- und Heimatkunde in der Grafschaft Mark.



Bildnachweis: Rosi Wolfstein 1942 in New York, © Fred Stein Archives, New York