Foto J. Fruck

Dokumentation „Gegen das Vergessen“ – zum Holocaust Gedenktag 2020

Beitrag der Schülerinnen und Schüler der Holzkamp-Gesamtschule Witten am Ort der Erinnerung, ehemaliges KZ-Außenlager Buchenwald in Witten-Annen


Schülerinnen und Schüler des Leistungskurs Geschichte der Holzkamp-Gesamtschule verlasen nach der Gedenkrede von Jan van Bremen die Namen derjenigen russischen KZ-Gefangenen, die infolge der KZ-Haft, der Strapazen der Zwangsarbeit, durch Unterernährung, Krankheit, Folter, unterlassene Hilfeleistung, durch Erschießungen oder Hinrichtungen in Witten-Annen um ihr Leben kamen. Unter den bisher namentlich bekannten 31 zu Tode gebrachten KZ-Gefangenen waren 15 russische Männer.


Fedor Glebko, geboren 1918 in Swinoja, starb in der KZ-Gefangenschaft im Außenlager Buchenwald in Witten-Annen am 18. Dezember 1944. Er ist nur 26 Jahre alt geworden.


Konstantin Iljin, geboren 1919 in Nowgorod, starb in der KZ-Gefangenschaft am 13. Dezember 1944 im Alter von 25 Jahren.


Boris Istomin, geboren 1922 in Sereda, war 22 Jahre, als er am 13. Dezember 1944 hier in Witten-Annen ums Leben gebracht wurde.


Iwan Kamenew, 1924 in Birjukowa geboren, starb am 2. März 1945. Er wurde nur 20 Jahre alt.


Michail Kazakow, Jahrgang 1913 und in Gorki geboren, kam am 14. Dezember 1944 im Alter von 31 Jahren zu Tode.


Jegor Kusnizow, 1911 in Smolensk geboren, starb 33jährig am 28. September 1944.


Arkadij Makarenko, Jahrgang 1915 und in Prapolsk geboren, starb am 13. Dezember 1944. Er war 29 Jahre alt.

Luka Maljuk, geboren 1916 in Slobodka, starb am 13. Dezember 1944 im Alter von 28 Jahren.


Alexandr Owtschinnikow Pacharow, 1896 in Wladimir geboren, starb am 13. Dezember 1944 im Alter von 48 Jahren.


Boris Pertschak, geboren 1918 in Bolschoj Alexandrow, war 26 Jahre, als er am 13. Dezember 1944 ums Leben kam.


Wassilij Ploschtschenko, 1913 in Suchinowka geboren, wurde 31 Jahre alt. Sein Tod ist für den 13. Dezember 1944 dokumentiert.


Nikolaj Serikow, 1924 in Taganrog geboren, wurde nur 20 Jahre alt. Sein Todestag war der 21. März 1945.


Iwan Sorokopud, Jahrgang 1901 und in Brankowanowa geboren, starb 43jährig am 11. Januar 1945.


Nikolaj Waschtschenko kam 1926 in Dmitrijewka zur Welt. Er starb mit nur 18 Jahren am 22. Februar 1945.


Anatolij Zaregorodzew, 1909 geboren und aus Mascharanj stammend, starb als KZ-Gefangener des KZ-Außenkommandos Buchenwald hier in Witten-Annen am 1. Februar 1945 im Alter von 35 Jahren.


Quelle: Grieger, Manfred & Völkel, Klaus: Das Außenlager „Annener Gußstahlwerk“ (AGW) des Konzentrationslagers Buchenwald September 1944 – April 1945. Hrsg. Stadt Witten, Der Stadtdirektor, Stadtarchiv, Essen 1997, S. 59 ff. Aktuell wurden Namen und Daten durch das Stadtarchiv Witten mittels Recherche im Online-Archiv des Internationalen Suchdienstes ergänzt und korrigiert.



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