Leidenschaftlich für LISE (v. links): Ana Muro, Dr. Martina Kliner-Fruck (Stadtarchiv Witten) und Sabine Heumüller (LWL-Archivamt für Westfalen); Foto: J. Fruck, Pressestelle der Stadt Witten

Investition in die Zukunft IV: LISE läuft wieder in Witten

Nach einer Pause in 2014 nimmt das Stadtarchiv Witten dieses Jahr wieder an der Landesinitiative Substanzerhalt (LISE) teil.

Rund 130 Kilogramm Archivalien und weitere 20 Archivkartons gefüllt mit ausgewähltem Archivgut wurden in Zusammenarbeit mit dem LWL- Archivamt für Westfalen zur „Blockentsäuerung“ und „Einzelblattentsäuerung“ auf die Wege nach Leipzig und Brauweiler gebracht. Durch Spezialverfahren in den dortigen Restaurierungszentren wird das originäre Archivgut gegen den Papierzerfall und für zukünftige Digitalisierungsprojekte gestärkt.

Aufgrund dieser Maßnahme zum Bestandserhalt stehen ab sofort bis voraussichtlich Herbst 2015 folgende Unterlagen nicht mehr für die Nutzung zur Verfügung:

  • Geburtsregister Annen, Bommern, Herbede, Rüdinghausen, Stockum und Witten 1901-1904
  • Heiratsregister Annen und Herbede 1931-1934
  • Heiratsregister Witten 1933-1934
  • Sammelakten zu den Heiratsbüchern Annen, Stockum und Herbede 1931-1934
  • Adressbuch des Regierungsbezirks Arnsberg 1863

Für das durch Landesmittel geförderte Projekt wählte das Stadtarchiv dieses Jahr vornehmlich Personenstandsunterlagen aus, die in den Registraturen der Standesämter besonders beansprucht wurden. Sie sind seit 2009 erstmals für Wissenschaft und Forschung in den Kommunalarchiven zugänglich und bieten neben ihrer Originalität einen hohen Informationsgehalt für amtliche Zwecke und Forschungsanliegen.

Das Kulturforum Witten dankt dem Land NRW für die finanzielle Förderung der Maßnahme zum Substanzerhalt und dem LISE-Team des LWL-Archivamts für Westfalen in Münster für die hervorragende Projektleitung und Projektbegleitung. Das Stadtarchiv hofft auf eine Fortsetzung des Projekts nach 2015, und darauf, dass LISE dann auch wieder in Witten laufen wird.