Plakat zur Anne-Frank-Ausstellung

Sechs große Bildwände

Wittener sind am Wochenende zur Anne-Frank-Ausstellung eingeladen

 

„Früher wohnten wir in Frankfurt ...“, so beginnt Anne Frank in ihrem Tagebuch den Eintrag über ihre Familie. 1945 wurde das jüdische Mädchen im KZ Bergen-Belsen ermordet.  Am Samstag und Sonntag (29. und 30. November) sind alle Wittenerinnen und Wittener von 10 bis 17 Uhr herzlich zur Ausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte" ins Schillergymnasium eingeladen. Denn die Ausstellung ist nur an diesen beiden Tag für die Öffentlichkeit frei zugänglich. Danach ist sie bis zum 18. Dezember allein den Wittener Schulklassen - als besonderer Lern-Ort - vorbehalten.

 

Intimes Zeitdokument

 

Grundlage der Ausstellung ist das weltberühmte Tagebuch Anne-Franks. Es ist ein intimes Dokument der Lebens- und Gedankenwelt eines jüdischen Mädchens, das zum Symbol für den Völkermord und die Unmenschlichkeit der Nationalsozialisten wurde. Große Bildwände erzählen in sechs Abschnitten von Anne Frank und der Zeit, in der sie lebte: von den ersten glücklichen Jahren ihrer Kindheit in Frankfurt am Main, der Flucht vor den Nationalsozialisten nach Amsterdam, der schweren Zeit im Versteck und den letzten schrecklichen sieben Monaten in den Lagern Westerbork, Auschwitz und Bergen-Belsen. Viele private Fotos erlauben einen intimen Einblick in das Leben der Familie Frank und ihrer Freunde. Die Ausstellung verbindet Anne Franks persönliche Geschichte mit der Geschichte der Weimarer Republik, des Nationalsozialismus, der Judenverfolgung, des Holocaust und des Zweiten Weltkriegs. Geschichtliche Ereignisse werden durch Filme und Aussagen von Zeitzeugen ergänzt. Neben der Perspektive der Verfolgten und ihrer Helfer wird auch die Perspektive von Mitläufern und Tätern dargestellt.

 

„Was kann ich bewirken?“

 

Für Schülerinnen und Schüler soll die Ausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte" ein kommunikativer Lern-Ort sein. Sie setzt auf die Identifikation mit einem Mädchen, das unter grausamen Umständen über Themen schreibt, die Jugendliche auch heute beschäftigen: die eigene Entwicklung und die Welt, die sie umgibt. Ausgehend von der Frage „Was kann ich bewirken?" regt die Ausstellung zum Nachdenken an und ermutigt zum aktiven Einsatz für eine menschliche Gesellschaft.

 

Rahmenprogramm zur Ausstellung

 

Mit Unterstützung des Stadtarchivs Witten gibt es parallel zur Ausstellung noch ein Rahmenprogramm mit Vorträgen, Führungen und Zeitzeugen – u. a. am 3. Dezember eine Führung des Historikers Ralph Klein zum „Tränenkeller“ im Schiller-Gymnasium, einen Vortrag von Dr. Thomas Rahe, wissenschaftlicher Leiter der Gedenkstätte Bergen-Belsen am 5. Dezember im Ratssaal und eine weitere öffentliche Veranstaltung mit Buddy und Gerti Elias am 17. Dezember ab 18 Uhr im Haus Witten.

 

Das Projekt des Schiller-Gymnasiums und des Vereins für Kinder- und Jugendförderung Witten-Annen wurde aus Mitteln des Bundesprogramms „TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN" gefördert. Schirmherrin ist Bürgermeisterin Sonja Leidemann.

 

Quelle: Presseinformation der Stadt Witten vom 26.11.2014