Installation "Plateau" am Saalbau Witten

Die Installation von "Plateau" von Frauke Dannert bei uns im Saalbau Witten

Die Installation „Plateau“ wurde von der Künstlerin für das Saalbaugebäude konzipiert und lässt Gebäude und Gelände zu einem besonderen gemeinschaftlichen Erlebnisort werden „Die Arbeit basiert auf der künstlerischen Interpretation der Architektur des Saalbaus in Witten. Der Saalbau wird in seiner skulpturalen Qualität verstanden als Gebäude, welches sich scheinbar aus terrassierten Schichten aufbaut. Dieses Verständnisvon dem Gebäude gewinnt man, wenn man es aus der Luft betrachtet, was von dem nahegelegenen Hotel aus möglich ist, aber was vor allem heute vermehrt durch die Luftbilder gezeigt wird, die im Netz kostenfrei zur Verfügung stehen und mit denen wir uns ein Verständnis unserer Umgebung beim Navigieren durch die Stadt machen. „Plateau“ betont diese skulpturale Qualität der Architektur und denkt diese weiter, indem weitere Schichten skulptural und grafisch hinzugefügt werden. Die neu eingefügten „Schichten“ sollen einen neuen Raum eröffnen, der für den Nutzer und Besucher als Aktionsraum zur Verfügung steht. Der Betrachter wird hier zum Akteur und belebt die statische Architektur durch seine eigenen Handlungen.“ (Zit. Frauke Dannert)

Frauke Dannert wurde 1979 in Herdecke geboren und ist vor allem für ihre raum- und ortsspezifischen Installationen bekannt. So setzt sie sich auch mit dem Saalbaugebäude und seinen architektonischen Gegebenheiten auseinander: Sie bearbeitet und inszeniert die Außen- und Fensterflächen des Bauwerks und kreiert einen neuen erleb- und wahrnehmbaren Ort.  Die Besucher*innen werden an diesem Ort mit wechselnden visuellen Eindrücken und Stimmungen konfrontiert, die aus dem Spannungsfeld zwischen gegebener Bausubstanz, eigenen Bauelementen, simuliertem Raum und einer Lichtinszenierung schöpfen. Besonderheiten des Grundrisses werden aufgenommen, multipliziert und mitunter direkt materiell mit verarbeitet. Grundlegend greift ihre Arbeiten unweigerlich auf die Charakteristik des gegebenen Bauwerkes und Ortes zurück, während sie ihm indessen ein eigenes Gefüge gegenhält. Ihre „intermedial“ angelegte Installation bietet sowohl einen sinnlichen als auch körperlich erfahrbaren Gegenentwurf zur Alltagsumgebung.

Das Märkische Museum konnte schon im Jahr 2014 eine große Einzelausstellung mit der Künstlerin im Rahmen des Projektes RUHR KUNST SZENE der RUHR KUNST MUSEEN mit dem Titel „Schere, Stein, Papier“ präsentieren. Weitere Informationen zur Künstlerin unter:  https://fraukedannert.com