Konzert Abonnement

Lassen Sie sich in der Saison 2020/2021 begeistern von fünf hochkarätigen Meisterkonzerten mit bekannten Sinfonie- und Kammerorchestern im Saalbau Witten an unterschiedlichen Wochentagen um 19:30 Uhr.

DOGMA CHAMBER ORCHESTRA

Copyright: Monika Lawrenz

Leitung: Mikhail Gurewitsch, Solistin: Clara de Groote, Marimba und Vibraphon

Antonio Vivaldi: Konzert für Laute und Orchester D-Dur RV 93 ● Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 1 für Streicher C-Dur ● Emmanuel Séjourné: Konzert für Marimba und Streicher ● Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquartett C-Dur KV 157 ● Benjamin Britten: Simple Symphony for strings op. 4

dogmar chamber orchestra

Das dogma chamber orchestra wurde 2004 von Mikhail Gurewitsch gegründet, seinerzeit Konzertmeister des baden-württembergischen Kammerorchesters »I Sedici«. Unter seiner Leitung kommen junge, aber bereits international erfahrene Musiker zusammen, um zeitgerechte Interpretationen klassischer Musik mit moderner Konzertgestaltung zu verbinden. Dabei geht es nicht etwa um eine Art der Vermittlung, die heutzutage oft zu einem verfälschten Bild der klassischen Musik führt: anbiedernde und glattpolierte Ästhetik ist ebenso wenig Sache der Künstler wie die Präsentation von hübschen Kleidchen und adretten Anzügen. Dogma ist vielmehr auf der intensiven Suche nach inhaltlich neuen Wegen, wie es sie in allen Perioden der Musikgeschichte gegeben hat. Den geistigen wie auch emotionalen Gehalt der Musik aus dem Blickwinkel unserer Zeit freizulegen und dem Publikum diese Arbeit als einen spannenden Prozess zu vermitteln, das ist ein besonderes Anliegen von dogma. Anhand dieser Geisteshaltung erklärt sich der Name des Orchesters. Er leitet sich ab vom Manifest »Dogma 95«, das eine Gruppe internationaler Filmregisseure um Lars von Trier 1995 veröffentlichte. Ihr Manifest richtete sich gegen die zunehmende Wirklichkeitsentfremdung des Kinos, gegen Effekte und technische Raffinessen, sowie gegen seine dramaturgische Vorhersehbarkeit. Das Orchester versteht sich nicht nur als eine homogene Gruppe von Musikern, die gleiche künstlerische Ansichten teilen, sondern auch als ein Ensemble von Solisten, die sich aufeinander zu bewegen. Jedes Mitglied ist aufgefordert, seine eigene Persönlichkeit einzubringen. Das Spannungsverhältnis von solistischem Impuls und Ensemble-Geist wird voll ausgeschöpft und wirkt sich künstlerisch fruchtbar auf die Arbeit des Orchesters aus. Diese Dynamik wird durch das Musizieren im Stehen zusätzlich verstärkt. Bei der Programmgestaltung legt das dogma chamber orchestra großen Wert auf Variabilität. Zum Repertoire gehören daher nicht nur Werke des Barocks, der Klassik und Romantik, sondern selbstverständlich auch Stücke zeitgenössischer Komponisten und dogmas eigene Kompositionen. Dogma sucht den direkten Kontakt mit dem Auditorium. Mikhail Gurewitsch moderiert die Auftritte selbst, wodurch er die Distanz zwischen Bühne und Publikum überbrückt und die Konzertbesucher dazu ermuntert, nicht nur von außen zu »beobachten« und zu »konsumieren«, sondern das Konzertgeschehen als einen Dialog zu begreifen – für den sich die Musiker auch anschließend gerne noch Zeit nehmen. In den Jahren seines Bestehens erspielte sich das Orchester weltweit eine kontinuierlich wachsende Fangemeinde und entwickelte sich zu einem der bekanntesten jungen europäischen Kammermusik-Ensembles. Für seine letzte CD »The Shostakovich Album« erhielt das dogma chamber orchestra bereits zum zweiten Mal den renommierten ECHO Klassik Preis.   

Mikhail Gurewitsch 

Mikhail Gurewitsch, geboren 1975, erhielt seinen ersten Geigenunterricht an der Musikschule des St. Petersburger Rimski-Korsakov-Konservatoriums. Dort setzte er auch nach dem Abitur seine Studien fort. Nach der Diplomprüfung führte ihn sein Weg an die Hochschule für Musik Detmold, wo er bis zum Abschluss mit dem Konzertexamen studierte. Schon in jungen Jahren gastierte Mikhail Gurewitsch bei verschiedenen europäischen Festivals, darunter Telemann-Festival in Eisenach, Festival 'Young Prague', 'Musikalische Begegnungen' in Köln. Dem folgten zahlreiche solistische und kammermusikalische Auftritte, die ihn in die renommierten Konzertsäle Europas führten (darunter St. Petersburger Philharmonie, Gewandhaus Leipzig, Kölner Philharmonie, Frankfurter Oper, Tonhalle Zürich und Schloss Elmau). In dieser Zeit spielte die Zusammenarbeit mit verschiedenen Kammer- und Sinfonieorchestern eine bedeutende Rolle in seinem künstlerischen Leben. So konzertierte er als Solist mit der Jungen Philharmonie Köln, dem Youth European Chamber Orchestra, den St. Petersburger Sinfonikern, der Nordwestdeutschen Philharmonie und dem Orchester 'I Sedici', in dem er über mehrere Jahre als Konzertmeister tätig war. 2004 gründete Mikhail Gurewitsch das dogma chamber orchestra. In den Jahren seines Bestehens entwickelte sich das Orchester durch seine moderne Art zu musizieren und die innovative Konzertgestaltung zu einem der bekanntesten jungen europäischen Kammermusik-Ensembles.

Clara de Groote

Clara Louise de Groote wurde am 05. April 2002 in Frankfurt am Main geboren. Im Alter von fünf Jahren begann sie Geige zu spielen, entdeckte jedoch mit elf Jahren ihre Vorliebe zum Drumset. Seit 2015 spielt sie klassisches Schlagwerk. Im November 2016 wurde Clara mit 14 Jahren jüngste Stipendiatin des Vereins „Yehudi Menuhin Live Music Now“ in Frankfurt. Dadurch konnte die Solistin bereits regelmäßige Konzerterfahrungen in sozialen Einrichtungen wie Hospizen, Kindergärten, Krankenhäusern u.v.m. sammeln. Beim Bundeswettbewerb „Jugend Musiziert“ 2017 wurde Clara mit einem 1. Preis in der Kategorie „Neue Musik“ ausgezeichnet. Zusätzlich erhielt sie den Sonderpreis der Manfred-Vetter-Stiftung für „Besondere Besetzungen“. Im Rahmen dieses Preises konzertierte sie gemeinsam mit der Pianistin Birgitta Wollenweber. Im Januar 2018 wurde Clara Jungstudentin an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin und erhielt Unterricht bei den Professoren Li Biao (Peking), Rainer Seegers, Franz Schindlbeck (beide Berliner Philharmoniker) und Ni Fan. Sie hat bereits an mehreren Workshops und Meisterkursen teilgenommen, u.a. bei Musikern wie Pete Lockett (London) und Wieland Welzel (Solopauker der Berliner Philharmoniker). Zusätzlich zu der Mitgliedschaft in mehreren Jugendorchestern und -ensembles wurde Clara im September 2018 als Schlagwerkerin in das Bundesjugendorchester aufgenommen. Arbeitsphasen mit Dirigenten wie Kirill Petrenko, Ingo Metzmacher und Alexander Shelley brachten sie in die größten Konzerthäuser Deutschlands, u.a. in die Elbphilharmonie Hamburg, das Gewandhaus Leipzig und die Berliner Philharmonie, aber auch ins angrenzende Ausland, die Luxemburger Philharmonie, sowie zuletzt auf Tournee durch Südafrika. Nach bestandenem Abitur und Aufnahmeprüfung freut die junge Musikerin sich darauf, ihr Schlagwerkstudium an der HfM Hanns Eisler in Berlin im Studiengang Bachelor fortsetzen zu können.

Termine

  • 24.01.21