Vortrag

Johann Heinrich Bleuler der Ältere: Die Roten Berge (zwischen 1804 und 1820, 32 × 47 cm, gouachierte Umrissradierung auf Papier, heute im Museum Haus Martfeld in Schwelm, Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Schwelm#/media/Datei:Bleuler_Rote_Berge.jpg

Daniel Sobanski spricht über "Die Versorgung der Ruhrindustrie mit Eisenerzen im 19. Jahrhundert"

Der Verein für Orts- und Heimatkunder in der Grafschaft mark, Witten e.V. lädt am Donnerstag, 5. November 2020, um 19:00 Uhr zum Vortrag ins Märkische Museum Witten ein.

Es spricht Daniel Sobanski (Herne) zum Thema: "Die Versorgung der Ruhrindustrie mit Eisenerzen im 19. Jahrhundert".

Das Ruhrgebiet ist vor allem als Steinkohlerevier bekannt. Allerdings spielte auch der Bergbau auf Eisenerz eine zentrale Rolle für die industrielle Entwicklung der Region. 

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden im märkischen Teil des Ruhrgebiets mehrere Eisenhütten auf Grundlage regionaler Erzvorkommen.

Die frühen Hüttenwerke konnten auf die Raseneisensteine der Emscher- und Lippezone, die Braun- und Spateisensteine des südlichen Ruhrgebiets und des märkischen Sauerlands sowie in Ansätzen schon auf die Kohleneisensteine des Ruhrkarbons zugreifen. Die Hochöfen nutzten Holzkohle als Brennstoff. Ihre Produktion bestand in erster Linie in Gusseisen, das für die Herstellung von Maschinenbauteilen verwendet wurde.

Schon 1805 versuchten märkische Unternehmer in Witten einen Kokshochofen in Betrieb zu nehmen. 1826 errichtete Friedrich Harkort einen Hochofen in seiner Mechanischen Werkstätte auf der Burg Wetter. Zur gleichen Zeit entstand die Eisenhütte Westfalia in Lünen an der Lippe. Und 1838 floss das erste Roheisen aus dem Hochofen der Marcana Hütte in Hagen.

Nicht all diesen  Pionieren war langfristig Erfolg beschieden. Aber sie legten den Grundstein für den Aufstieg der Region zur führenden Industriegebiet Europas. Die Eisenhütte Westfalia z. B. blieb bis weit in das 20. Jahrhundert in Betrieb. Direkt oder indirekt beeinflussten die frühen Hüttenwerke des märkischen Ruhrgebiets die weitere Entwicklung der Eisen- und Stahlindustrie des Reviers in den folgenden Jahrzehnten der Hochindustrialisierung.

Der Eintritt ist frei.

Bei den Veranstaltungen im Märkischen Museums Witten sind folgende Regeln zu beachten:

- Tragen eines Mund-Nasen-Schutzen während der gesamten Aufenthaltsdauer und in allen Räumen (bei Einnahme eines Sitzplattzes darf die Maske angenommen werden)

- Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern zu anderen Personen (außer aus dem selben Haushalt)

- Registrierung mit Angabe von Kontaktdaten zur Infektionskettenverfolgung

- regelmäßiges Händewaschsen und/oder Desinfizieren

- Einhaltung der Nies- und Hustenetikette

Termine

  • 05.11.20 19:00 - 20:30 Uhr