Peter Brünning

Komposition Nr.38, 1960

Wilhelm Imkamp

Komposition, 1959

Matschinsky-Denninghoff

Berg, 1988

Informel II

Peter Brüning, Karl Otto Götz, Wilhelm Imkamp, Martin Matschinsky, 
Brigitte Matschinsky-Denninghoff, Hans Platschek, Heinrich Siepmann, Fred Thieler, Fritz Winter


"Es geht um die Auflösung des klassischen Formprinzips: keine festumrissenen Formen malen, sondern die jeweilige Malmaterie so bearbeiten, dass es nur noch Passagen, Strukturen, Texturen, Farbflüsse oder Verflechtungen von Mal- und Zeichenspuren gibt." (Karl Otto Götz)

Karl Otto Götz betont die Ablehnung gegenständlicher Formen und die Bedeutung der Struktur in der informellen Malerei. Nicht Wiedergabe, sondern Gestus, Dynamik, Bewegung, Spontaneität, Subjektivität und Materialität sind nun die bildnerischen Elemente, durch die besonders die Farbe aus "den Fesseln der Form" befreit wird. Anstelle einer kompositorischen Ordnung entsteht eine gegenstandslose, strukturelle Ordnung, eine neue Freiheit in Bezug auf die Malmaterialien und deren Bearbeitung.

Informel bezeichnet dementsprechend auch keinen Stil, sondern vielmehr eine künstlerische Haltung, die zu einer offenen Bildform führt. Für Fred Thieler, dessen Werke einen bedeutenden Block in der Sammlung des Märkischen Museums bilden, ist die Kunst das Instrument zur Erkenntnis des Lebens: "Maler sein heißt für mich, die Existenz eines Zeitgenossen zu führen, der den Hauptteil seines Daseins mit dem Versuch verbringt, die Impulse seines Lebens: Anregungen wie Depressionen, Intuitionen wie berechnende Überlegungen, Reaktionen von Einzelerlebnissen wie Erlebnisketten malend aufzuzeigen - oder im Malvorgang zu gewinnen."