Informel I

Hubert Berke, Rolf Cavael, Gustav Deppe, Thomas Grochowiak, Emil Schumacher, Hann Trier, Hans Werdehausen


Die Sammlung des Informel im Märkischen Museum Witten macht deutlich, wie verschiedenartig und individuell die Ansätze und Formulierungen der in den 1950er-Jahren unter dem Oberbegriff  "Informel"  zusammengefassten künstlerischen Positionen sind. Anfänglich bilden die Künstler in Zusammenschlüssen wie "junger westen", "Gruppe 53", "Quadriga" oder "ZEN 49" noch eine Gemeinschaft Gleichgesinnter, welche die Suche nach einer neuen, unverbrauchten Ausdrucksform, die Befreiung von allem Gegenständlichen und vom Ringen um einen individuellen Malgestus verbindet.

Im Laufe der Jahre gewinnt aber doch der unverwechselbare persönliche Ausdruck zunehmend an Bedeutung: Die Auflösung von Gegenständen und Objekten zu "Bildzeichen" führt zu einer freien Abstraktion lyrischer Formen und Gesten, bei der die individuelle künstlerische Verwirklichung im Vordergrund steht. Wirklichkeit erfährt ihre Umsetzung in ein Bild nicht als realitätsnahe Abbildung, sondern als eine Transformation von gegenständlich bezogenen Formen und intuitiver Gefühlsempfindung. Diese "durch den Menschen selbst geschaffene Erscheinungswelt", so Gustav Deppe, habe "einen Grad objektiver Eigengesetzlichkeit erreicht, die sich in vielen Fällen dem Mensch selbst entzieht."

 

ACHTUNG: Das Märkische Museum Witten besitzt im Moment keine dauerhafte Sammlungspräsentation. Unter dem Motto "Sammlung in Bewegung" werden regelmäßig wechselnde Ausstellungen mit Sammlungsbezug gezeigt. Aus diesem Grund ist es nicht gewährleistet, dass die hier aufgeführten Museumsbestände bei Ihrem Besuch zu sehen sind. Wir bitten um Verständnis.