RuhrKunstNachbarn

Ein Vermittlungsprojekt der RuhrKunstMuseen

 

RuhrKunstNachbarn ist ein neues Kooperations- und Vermittlungsprojekt der RuhrKunstMuseen, gefördert durch die Stiftung Mercator.  

 

RuhrKunstNachbarn – Museumsbesuch trifft Urbanes Lernen
An dem groß angelegten Projekt beteiligen sich 18 der 20 RuhrKunstMuseen, dabei bilden jeweils zwei Häuser eine Partnerschaft und bieten ein aufeinander aufbauendes Vermittlungskonzept mit Workshops zu einem gemeinsamen Thema.
RuhrKunstNachbarn ermöglicht eine intensive Begegnung mit Kunst und urbanem Raum über die Grenzen der Heimatstadt hinaus, um sowohl die kulturelle Vielfalt als auch die Diversität innerhalb der Region erfahrbar zu machen.
Das Projekt sieht zwei Museumsbesuche an zwei Tagen vor – zunächst wird das Kunstmuseum der Heimatstadt besucht, danach ein benachbartes RuhrKunstMuseum.
Neben dem Museumsbesuch spielt die Erkundung des Stadtraums eine wichtige Rolle. Die Schülerinnen und Schüler erhalten die Möglichkeit, sich mit der eigenen und der gesellschaftlichen Identität auseinanderzusetzen sowie Bedingungen des Zusammenlebens, des städtischen Lebens und Lernens wahrzunehmen.
Der Besuch des Museums in der Nachbarstadt bedeutet immer auch ein Verlassen des eigenen, bekannten Stadtviertels. Die Kinder und Jugendlichen erweitern dadurch ihren Aktionsradius, lernen andere Städte des Ruhrgebiets kennen und erhalten eine Vorstellung über die kulturellen Möglichkeiten in ihrer unmittelbaren Nähe. RuhrKunstNachbarn möchte langfristig Stadtgrenzen öffnen und dazu einladen, diese regelmäßig zu überschreiten.
Die Workshops richten sich an Schulklassen aller Altersstufen und Schulformen, dabei kommen zeitgemäße und speziell für dieses Projekt entwickelte Methoden der Kunstvermittlung zum Einsatz, die Kinder und Jugendliche und deren Lebenswirklichkeit direkt einbeziehen.
Besonders Schulen, die noch keine Verbindungen zu den einzelnen RuhrKunstMuseen pflegen, möchten wir zur Teilnahme am Projekt RuhrKunstNachbarn einladen. Hier sollen vor allem die Kinder und Jugendlichen angesprochen werden, die über ihr Elternhaus keinen oder nur einen sehr geringen Zugang zu kultureller Bildung erhalten. 

 

RuhrKunstNachbarn – Kosten und Partnerschaften
Der Eintritt in die beiden Museen sowie die Teilnahme an den Workshops sind für alle Schülerinnen und Schüler sowie zwei begleitende Lehrpersonen kostenlos. Alle Materialien, die für die Arbeit im Stadtraum und im Museum erforderlich sind, werden ebenfalls kostenfrei zur Verfügung gestellt. Zum Abschluss erhalten die Schulklassen ein Zertifikat über ihre Teilnahme am Projekt RuhrKunstNachbarn.
Schulen können nur Workshops buchen, die das Museum der Heimatstadt mit einbeziehen. Sollten Schulen außerhalb der Partnerstädte an einer Teilnahme interessiert sein, wählen sie das Tandem mit dem nächstgelegenen Museum.

 

RuhrKunstNachbarn – Ablauf, Planung und Kontakt
Die Workshops finden zwischen August 2017 und Dezember 2018 statt und sind auf die Dauer von zwei Stunden angelegt. Überschreitet die Klassenstärke die Anzahl von 25 Schülerinnen und Schüler, wird die Klasse vor Ort getrennt und es finden zwei parallele Workshops statt. Buchungen können ab dem 1. Juli 2017 vorgenommen werden.
Informationen zum genauen Ablauf, der Terminfindung und zur Buchung erhalten Sie ausschließlich über das zentrale Projektbüro:

RuhrKunstNachbarn
Projektbüro im Museum Folkwang
Museumsplatz 1
45128 Essen
T 0201 88 45 174 oder 0201 88 45 327
E ruhrkunstnachbarn@ruhrkunstmuseen.com
Telefonische Servicezeiten montags und donnerstags

 

Märkisches Museum Witten - Museum Ostwall im Dortmunder U
Stadtkunstbuch - Stadt wahrnehmen und verändern

 

Was entdecke ich auf meinem Weg zum Museum? Welche Sinneseindrücke habe ich im Stadtraum und wie kann ich sie festhalten? Wie möchte ich Stadt erleben, wie verändern? Die Schülerinnen und Schüler gehen auf Entdeckungstour und erkunden die Wege vom Bahnhof zu den Museen, urbane Räume und Architekturen. Sie erfahren Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Partnermuseen und eignen sich aus der dort gezeigten Kunst neue Strategien zum Umgang mit dem Stadtraum an. Kunstwerke aus den Bereichen Expressionismus, Fluxus und Informel zeigen Möglichkeiten der künstlerischen Darstellung eines unbekannten Ortes, die über das einfache Abzeichnen einer Stadtkulisse weit hinausgehen.
Ihre Eindrücke sammeln die Schülerinnen und Schüler im eigenen StadtKunstBuch mit künstlerischen Methoden: Mapping, Ausradieren und Überdecken, Frottage von Oberflächen. Nach und nach füllt sich so das gemeinsame Arbeitsheft beider Häuser mit kreativen Reflexionen zu Räumen, Orten und Visionen urbanen Lebens.

Gefördert von:

Ein Projekt von: