Stahl. Poesie. Dynamik. Friederich Werthmann zum 90. Geburtstag

16. September 2017 - 14. Januar 2018

 

Anlässlich des 90. Geburtstages von Friederich Werthmann im September 2017 zeigt das Märkische Museum Witten in seinen Sammlungsräumen eine Einzelpräsentation des Bildhauers, die seine mit Dynamit geformten Edelstahl-Skulpturen und Zeichnungen in Bezug zu Arbeiten von wichtigen Weggefährten und Freunden aus der Sammlung des Museums setzt.

 

Der 1927 in Barmen geborene Friederich Werthmann gehört zu den bedeutendsten abstrakten Bildhauern der deutschen Kunst nach 1945. Sein Werk wurde bereits in zwei Ausstellungen im Märkischen Museum Witten vorgestellt. Die erste Ausstellung 2006/2007 galt den frühen Arbeiten mit Skulpturen, Zeichnungen und Radierungen aus den Jahren 1958-1962.
In einer zweiten Ausstellung anlässlich des 80. Geburtstages Friederich Werthmanns wurde das grafische Gesamtwerk und dessen gedrucktes Werkverzeichnis präsentiert. Verbunden war diese Ausstellung mit einer großzügigen Schenkung von Radierungen und Pyrogrammen durch Friederich Werthmann an das Museum. 
Die aktuelle Ausstellung zeigt ausgewählte Skulpturen der Jahre 1973 bis 1990. Ergänzt werden die plastischen Arbeiten durch Tuschezeichnungen aus den Jahren 2011 bis 2016. Im Zentrum der Präsentation stehen Beispiele aus der Werkgruppe der mit Dynamit geformten Edelstahl-Skulpturen, darunter der 22-teilige „Kreuzweg“ (1982) und „Steelhenge“ (1975), die aus zwei bis drei Meter hohen Stelen bestehen.

 

Zum Konzept der Ausstellung gehören auch Werke von Zeitgenossen und Künstlerkollegen von Friederich Werthmann. Die Auswahl der Künstler gründet sich nicht in konzeptionellen Zusammenhängen oder künstlerischen Übereinstimmungen, sondern ausgewählt wurde nach freundschaftlichen Bindungen, geprägt von gegenseitiger Achtung und Wertschätzung. Die gezeigten Arbeiten von Gerhard Hoehme, Peter Brüning, Karl Otto Götz, Winfred Gaul und Otto Piene zeugen neben der persönlichen gleichwohl von einer künstlerischen Nähe. Weiterhin ist eine aktuelle Stahlskulptur des 1963 geborenen Ulrich Hassenpflug zu sehen, auf dessen Arbeit Friederich Werthmann einen großen Einfluss hatte.