Le Sacre du Printemps

Guy Bar-Amotz, Lothar Götz, Svenja Kreh, Gregor Russ

17. April bis 13. Juni 2010

 

"Le Sacre du Printemps" bringt vier Künstler in einen Dialog, die sich auf Traditionen und Mechanismen der Moderne berufen und diese in einer eigenen Formensprache weiter entwickeln. Der Titel bezieht sich auf das gleichnamige Ballett von Igor F. Strawinsky, dessen Uraufführung in Paris zu einem Skandal führte und zu einer Neubewertung traditioneller Formen führte, die der Entwicklung der Kunst eine neue Richtung gab. Dies thematisieren in unterschiedlicher Weise auch die beteiligten Künstler. Svenja Kreh transportiert die Idee verschlungener, surrealistischer Welten in großformatige Tuschezeichnungen, die zu undurchdringlichen und befremdenden Bildern führen. Gregor Russ verfolgt einen Eklektizismus, die eine Reflexion über die Möglichkeiten sind, neue Aussagen und Bildsprachen durch die Verwendung unterschiedlicher Stilmittel zu gewinnen. Lothar Götz zeigt geometrisch abstrakte Zeichnungen und, zum ersten Mal im Museum zu sehen, Malereien, deren Formensprache oft aus einer Auseinandersetzung mit moderner Architektur entsteht, in der Folge aber zu Fantasien über Orte und Erlebnisse werden. Guy Bar-Amotz transformiert die Idee einer kulturellen Neubewertung in Installationen, die zwischen Skulpturen und Gebrauchsobjekten changieren. Seine Installation mit den Skulpturen "Thelonious Monk", "John Fahey" und "Divine" untersucht die Notwendigkeit eines Bruchs mit Traditionen. Dies spiegelt sich vor allem darin, dass seine Skulpturen nicht originär für das Museum, sondern den tatsächlichen Gebrauch in Performances und Aufführung, wie z. B. in der Londoner U-Bahn, eingesetzt werden.

Bei dieser Ausstellung werden die Bezüge zur wie das Spiel mit der Tradition zudem durch die Präsentation mit Bildern aus der Sammlung des Märkischen Museums Witten deutlich. Einzelne Werke, die zurzeit nicht in der Schausammlung zu sehen sind, verdeutlichen Bezugspunkte zwischen der Sammlungstradition des Museums wie der aktuellen Gegenwartskunst.