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Dirk Hupe

12. Februar bis 27. März 2011

 

Für die Ausstellung im Märkischen Museum Witten hat Dirk Hupe eine Installation aus Bildern, Zeichnungen und Objekten eingerichtet, die sich mit dem Medium Sprache auseinandersetzt. Seit Jahren bilden die differenzierte Befragung wie auch die Dekonstruktion von Sprache, Schriftzeichen und Kommunikationsstrukturen den Kern seines Werkes. In seinen Bildern, Objekten, Installationen und Videoarbeiten einerseits, in seinen ‘Sprachrauminstallationen’, ‘Verdichtungen’ und ‘Sprachpräparationen’ andererseits, verbindet er die Analyse von Sprache im Allgemeinen mit den Strategien zu ihrer Visualisierung im Besonderen. So bilden die Funktion und die Wirkung von Sprache die Grundlagen für Hupes Vorgehensweise. Ihn interessiert das Infragestellen einer Kommunikationsform, von der wir annehmen, sie könne die Welt abbilden oder gar neu erschaffen. So wird eben dieser Grenzbereich von Sprache und Schrift (der sichtbaren Form von Sprache) zum konkreten Erkenntnisobjekt. Anhand seiner Schrift- und Sprachwerke wird eine grundlegende Kritik an der Sprache als ‘Welt’-Modell sichtbar und nachvollziehbar. Damit geht Dirk Hupe jenem Missverständnis auf den Grund, demzufolge die Sprache tatsächlich als Schlüssel zum Verständnis der Welt dienen könne.