Günter-Drebusch-Preis 2017

11. Juni - 27. August 2017

 

Eröffnung und Preisverleihung: Sonntag, 11. Juni 2017, um 15 Uhr

 

Zum 6. Mal wird 2017 der „Günter-Drebusch-Preis“, ein alle 3 Jahre ausgelobter Kunstpreis, vergeben. Diesjährige Preisträgerin ist die Künstlerin Denise Winter, geboren 1983 in Berlin. Sie erhält ein Preisgeld über 2.000 EUR, das erneut vom Kunstverein Witten e.V. bereitgestellt wird sowie eine Ausstellung im Märkischen Museum Witten. Neben ihr werden mit Javkhlan Ariunbold, Lukas Glinkowski und Damaris Kerkhoff weitere Nominierte gezeigt.

 

Der „Günter-Drebusch-Preis“ ist ein Förderpreis und richtet sich an junge Talente, die im Bereich der grafischen Techniken, der Zeichnung sowie auf und mit Papier arbeiten. Durch eine öffentliche Ausschreibung wird der Preisträger ermittelt. Über die Vergabe des Preises haben in diesem Jahr Prof. Dr. Manfred H. Wolff, erster Vorsitzender des Wittener Kunstvereins e.V., Christoph Kohl, Leiter des Märkischen Museums Witten und Vera Drebusch, bildende Künstlerin aus Köln und Enkelin des Wittener Künstlers Günter Drebusch – dem der Preis gewidmet ist - als unabhängige Fachjury entschieden.

 

Denise Winter studierte Freie Kunst an der HfBK Dresden und der Kunstakademie Düsseldorf. Ihre Arbeiten setzen sich mit Raum und Fläche auseinander und legen dabei teils verborgene Schichten und Figuren frei. Die ausgewählten und verwendeten Medien changieren zwischen Installation, Zeichnung und performativen Momenten, wobei die Fotografie oft als konzeptioneller Ausgangspunkt funktioniert. Bei aller technischen Expertise gelingt es Denise Winter die Betrachter immer wieder zu überraschen. Insbesondere das Durchdringen der Oberfläche, architektonischen Gegebenheiten und Fragen des Verhältnisses spielen in Ihrem Werk eine essenzielle Rolle.

 

Neben der Hauptpreisträgerin Denise Winter wurden Javkhlan Ariunbold (*1990), Lukas Glinkowski (*1984) und Damaris Kerkhoff (*1987) nominiert. Javkhlan Ariunbold arbeitet mit dem Medium der Aquarellzeichnung und Druckgrafik, wobei sie mit einfachen geometrischen Formen und Linien farbige Konstellationen herstellt, die eine Dreidimensionalität suggerieren. Lukas Glinkowski zeichnet auf handelsübliche Fliesen und bezieht sich dabei auf alltägliche Situationen, wie sie beispielweise auf öffentlichen Toiletten immer wieder zu finden sind. Damaris Kerkoff nutzt das Verfahren des Siebdrucks um Fotografie und Zeichnung miteinander zu verbinden und vorgefundene Bilder durch künstlerische Eingriffe zu verfremden. Ergänzend werden Werke von Günter Drebusch aus dem Bestand des Märkischen Museums und von Privatleihgebern gezeigt.