Günter Drebusch-Preis 2014

Der Günter Drebusch-Preis ist ein Förderpreis und richtet sich an junge Talente, die im Bereich der grafischen Technik, der Zeichnung und/oder auf Papier arbeiten. Nach einer öffentlichen Ausschreibung wird der Preisträger ermittelt. Zum fünften Mal ist der Günter Drebusch-Preis vergeben worden. Die diesjährige Preisträgerin ist die Künstlerin Ines Spanier (1988 in Meerbusch geboren). Neben ihr werden mit Lena von Gödecke, Sabine Sommer und Viktor Sternemann weitere Nominierte gezeigt.

Ines Spanier studiert Freie Graphik an der Akademie der bildenden Künste in Stuttgart und widmet sich mit großer Hingabe und auf ungewöhnliche Weise dem Thema Zeichnung. Ihre Arbeiten bestechen durch eine bemerkenswerte Vielfalt linearer Formen. Als Grundlage dienen ihr Muster und Strukturen aus ihrer alltäglichen Lebensumwelt, wie zum Beispiel Flecken und Kratzer auf jahrelang genutzten Ateliertischen. Diese hält Spanier fotografisch fest und Ausschnitte dieser Fotografien finden als Vorlage für ihre feingliedrigen Zeichnungen Verwendung. Dabei ist die Bildquelle für den Betrachter nicht mehr ohne Weiteres zu entschlüsseln. Stattdessen entwickeln die Formen ein Eigenleben und ermöglichen unterschiedlichste Assoziationen zu Phänomenen aus Mikro- und Makrokosmos.

Neben der Hauptpreisträgerin wurden Lena von Gödecke (*1983), Sabine Sommer (*1983) und Viktor Sternemann (*1986) nominiert. Lena von Gödecke arbeitet mit dem Medium des Scherenschnitts unter vielfältigen Bezügen zu Themen der Kunstgeschichte. Sabine Sommers farbige Zeichnungen sind von narrativen, märchenhaften Bildelementen geprägt. Viktor Sternemann stellt sich der klassischen künstlerischen Aufgabe, rasch eine beobachtete Situation zu erfassen.