David Rauer: Komplexreflex - Dem Flötmoment auf der Schliche

 

 

David Rauer: Komplexreflex - Dem Flötmoment auf der Schliche

GWK-Förderpreis Kunst 2019

 

12. Oktober 2019 - 26. Januar 2020

 

Mit ihren begehrten jährlichen Förderpreisen unterstützt die GWK - Gesellschaft für Westfälische Kulturarbeit junge Künstlerinnen und Künstler aus Westfalen-Lippe, die überdurchschnittliche Leistungen erbracht haben und Herausragendes auch in Zukunft erwarten lassen in den Bereichen Literatur, Musik und Kunst.

 

 

Der GWK-Förderpreis Kunst 2019 geht an den Keramik-, Installations- und Performancekünstler David Rauer.

Der ausgebildete Keramiker kreiert vielfarbige Klein- und Großplastiken, die organisch-figürlich, offen und bewegt wirken, ohne dass sie Reales abbilden und ihre Formen definierbar wären. Häufig integriert er Tonskulpturen in umfassendere Plastiken, die er aus diversen Alltagsmaterialien konstruiert. Seine Installationen sind raumgreifend, wuchernd, überbordend, seine Performances improvisatorisch und häufig partizipatorisch angelegt. Dabei kann ihm alles, vom PKW bis zum Abflussrohr, vom Tonklumpen bis zur Holzlatte oder zum Gedicht, künstlerischer Rohstoff sein. Die Jury faszinierte das Anarchische und Absurd-Erzählerische, mitunter Humoristisch-Komische sowie die provokante Mehrdeutigkeit der Arbeiten David Rauers, ihr Gestus des Öffnens und zugleich Umschließens. Vergehen, Auflösung und Verfall, die seinen Skulpturen, Performances und Installationen eingeschrieben sind, würden als kreative Kräfte erfahrbar, und die Unsicherheit beim Versuch, Sinn und Zweck der Arbeiten zu bestimmen, sie zu interpretieren, wäre zugleich als schöpferische Freiheit und Lust zu erleben.

 

David Rauer wurde 1986 in Ostercappeln geboren und studierte nach seiner Ausbildung zum Keramiker an der AKI Academie voor beeldende Kunst en Vormgeving im niederländischen Enschede. Danach ging er an die Kunstakademie Münster zu Ay?e Erkmen, wo er mit dem Akademiebrief und dem Meisterschülerjahr abschloss.

 

Mitglieder der Kunst-Jury waren Georg Elben, der Direktor des Skulpturenmuseums Glaskasten Marl; Clemens Botho Goldbach, bildende Künstler und GWK-Preisträger von 2013; Ralf Hartweg, Kurator der DZ BANK Kunstsammlung Düsseldorf; Sergey Harutoonian, Kurator am Kunstverein Hannover; Christoph Kohl, leiter des Märkischen Museums Witten; Merle Radtke, Leiterin der Kunsthalle Münster sowie Dr. Birgit Schulte, stellvertretende Direktorin des Osthaus Museums Hagen.

 

Die GWK ist ein gemeinnütziger Verein in Public-Private-Partnership, der unter dem Motto „BESTES FÖRDERN“ außergewöhnliche junge Künstlerinnen und Künstler aus Westfalen-Lippe langfristig fördert. Außerdem entwickelt die GWK Kulturprojekte in und mit der Region. Neben den rund 450 Mitgliedern sind derzeit Hauptträger des Vereins mit Sitz in Münster die NRW.BANK, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe, die Provinzial Versicherung, innogy, der Sparkassenverband Westfalen-Lippe und die Gelsenwasser-Stiftung.

 

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