Armin Turk in der Sammlung

20. Juli bis 25. September 2022

 

Das Märkische Museum Witten freut sich, eine Auswahl von Werken des Malers Armin Turk  (geb. am 4. August 1943 im westfälischen Werdohl, verst. am 13. Juli 2013 in Velbert) zu zeigen und nun als Herausgeber eines umfangreichen Werkverzeichnisses hervortreten zu können. Schwerpunkt der Präsentation sind die zur Perfektion gereiften Gemälde, die von 2000 bis zu seinem Tode 2013 entstanden sind. Turks formauflösende und metaphysische Farberlebnisse werden gemeinsam mit farbkompositorischen Werken aus der Sammlung unseres Hauses gezeigt. Bereits 1989 fand eine Einzelausstellung des Künstlers unter dem Titel „Malerei“ im Märkischen Museum Witten statt. Und nun, nach 33 Jahren, ist sein Spätwerk hier im Museum zu erleben. Das Werkverzeichnis des Künstlers wird Ende September im Rahmen der Ausstellung vorgestellt. 

 

Armin Turk studierte von 1962 bis 1967 Grafikdesign an der Folkwangschule für Gestaltung in Essen-Werden. Als Meisterschüler bei Professor Wilhelm Buck wendete er sich während des Studiums verstärkt dem Zeichnerischen und der Negierung der Farbe zu. 1965 lernte er in Hagen den Maler Heinrich Brocksieper kennen und betrieb Landschaftsstudien. Die Auseinandersetzung mit der Farbe gewann für ihn mehr und mehr an Bedeutung, sodass er ab 1975 erste Farbfelder und Farbräume entwickelte. Seine Bilder verbreiten von der Mitte her einen einfarbigen Grundton, häufig Ocker mit Einsprengseln einer vorgetäuschten Dreidimensionalität von Schnüren und Wölbungen, die dann an den Rändern einen andersfarbig auslaufen. Aber auch ein Umschlag ab der Bildmitte oder ein Übergang der wechselnden Farbschichten von einem Rand zum andern ist möglich. Die Kompositionen wirken meditativ und schaffen nach und nach beim Betrachtenden einen konzentrierten Blick, der sich auf die Farbwechsel einlässt. Um einer am Seriellen orientierten Wahrnehmung zu entgehen, werden die Werke in gehörigem Abstand voneinander gehängt und behalten auch dadurch ihre Individualität.