Kulturentwicklungsplanung - Zielkonferenz

Zielkonferenz am 11.11.2013 von 17 - 21 Uhr im Saalbau Witten

Welche Ziele für die Kulturentwicklung leiten wir aus unserer Vision ab? Nach welchen Kriterien messen wir den Erfolg?

Nachdem in den vorangangenen Veranstaltungen wichtige gesellschaftliche Entwicklungstrends diskutiert, Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken untersucht und eine Vision formuliert wurden, ging es auf der Zielkonferenz darum, die strategischen Ziele "Was wollen wir erreichen?" und die operativen Ziele "Wie wollen wir es erreichen?" zu erarbeiten.

Auf Basis der bisherigen Arbeitsergebnisse hatte Herr Richter Vorschläge für Themenbereiche und Stichworte für mögliche Ziele formuliert, die den Einstieg in die Zielarbeit erleichtern sollten:


Arbeitsgruppe 1:

Politik, Stadtgesellschaft, Wirtschaft

  • Kultur in Gesellschaft, Wirtschaft  und Politik als selbstverständlichen und finanziell dauerhaft abgesicherten Bestandteil des Lebens entwickeln
  • nachhaltige Finanzierung der Kultur sichern
  • Verantwortungsgemeinschaft von Stadt und Arbeitgebern hilft - finanziell und inhaltlich - eine attraktive Infrastruktur in Bildung, Kultur und Freizeit zu erhalten und weiter zu entwickeln
  • Stiftungs- und Mäzenatenkultur entwickeln
  • Kultur als integrierter und integrierender Bestandteil aller Aufgaben der Stadtentwicklung einbeziehen
  • Bürgerschaftliche Mitwirkung ( Beratung, Evaluation ) durch geeignete Form ( Kulturbeirat, Kulturrat, Kulturplattform ) systematisch ermöglichen

Zugang zum Kulturleben

  • Kultur erreicht alle Bevölkerungsgruppen
  • Kultur als Chance die Integration zu fördern
  • Bereicherung der Kultur durch Austausch und Kooperation der Kulturen und Generationen
  • Für alle Menschen – unabhängig ihrer ethnischen Herkunft und ihrer ökonomischen Lebensbedingungen – aktive  und konsumtive Teilnahme am Kulturleben 


Arbeitsgruppe 2

Künstlerinnen und Künstler, Kulturinteressierte, Kulturorte

  • günstige Rahmenbedingungen  für die Arbeit von Künstlerinnen und Künstlern
  • Räumliche und virtuelle Kulturorte für Begegnungen von Kulturschaffenden und Kulturinteressierten und als künstlerische Arbeitsorte
  • Gebäude, Flächen und Ressourcen, die bisher nicht kulturell genutzt werden, in kulturelle Nutzung nehmen

Kulturprofile, Stadtarchitektur, Natur und Landschaft

  • auf der Basis der besonderen Wittener Potentiale eigenes kulturelles Profil entwickeln, das überregional ausstrahlt
  • Historische Gebäude als Kulturorte
  • Die Ruhr als Kulturthema
  • Potentiale Zeche Nachtigall stärker nutzen


Arbeitsgruppe 3

Bildungseinrichtungen und Kultur

  • nachhaltige Kooperationen zwischen Bildungseinrichtungen, Kulturschaffenden, Vereinen und anderen Kulturanbietern.
  • Schulen entwickeln besondere Kulturprofile
  • Kultur und kulturelle Bildung haben in den Schulen einen hohen Stellenwert, gleiche Bedeutung wie andere Unterrichtsfächer
  • museumspädagogische Angebote, Führungen

Jugend

  • (Frei-) Räume für junge Menschen  für ihre selbstbestimmten und selbst organisierten Kultur- und Freizeitbedürfnisse.
  • Hochschulen als wichtiger Kunst- und Kulturort, Kooperationen entwickeln


Arbeitsgruppe 4

Koordination/Vernetzung, Marketing, Kommunikation

  • Entwicklung gegenseitiger Wertschätzung und Kommunikations- und Streitkultur
  • Förderung der Zusammenarbeit/Vernetzung zwischen Volkshochschule, Musikschule, Stadtarchiv, Stadtbibliothek mit lokalen Kulturträgern und mit anderen Kommunen
  • Zentraler Veranstaltungskalender, Kulturadressverzeichnis
  • Wirksames, zeitgemäßes, regionales und überregionales Marketing unter Einbeziehung des Stadtmarketings
  • terminliche und inhaltliche Abstimmungen