Foto: J. Fruck

Ein Stolperstein für Alma Grünebaum

Verlegung am 12.11.2019, Gerberstraße 9, Witten-Herbede

Alma Grünebaum war eine Tochter des Händlers Abraham Grünebaum und seiner Frau Caroline. Sie wurde am 1. Januar 1887 in Herbede geboren. Mit ihrer Schwester Mathilde wohnte sie vor ihrer Deportation im Haus Gerberstraße 9. Am 30. April 1942 deportierte die SS die damals 55-jährige Rentnerin ab Dortmund mit einem Transport von insgesamt 791 Frauen, Männern und Kindern in das Zwangsarbeitslager Zamosc, das im Osten Polens lag. Wann sie in Zamosc oder in einem Vernichtungslager ermordet wurde, ist nicht bekannt. Alma Grünebaum wurde im April 1952 durch Beschluss des Amtsgerichts Hattingen für tot erklärt. 

Den Stolperstein für Alma Grünebaum stifteten der Heimatverein Herbede und der Bürgerkreis Herbede.

Text: Martina Kliner-Fruck, Quellen: Stadtarchiv Witten: Personenstandsunterlagen, Meldeinformationen, Best. Herbede, 1.17.1: Verschickung der Juden, Naziuntaten; Jürgen Därmann, Axel Scheibe: „Unser Dorf ist judenrein“. Die Geschichte der jüdischen Gemeinde Herbede im 20. Jahrhundert, in: Jahrbuch des VfOHM 87 (1989), S. 167-211; Kliner-Lintzen, Martina; Pape, Siegfried: „...vergessen kann man das nicht“. Wittener Jüdinnen und Juden unter dem Nationalsozialismus, Bochum 1991, S. 71; Prior, Ralf (Hg.): Ohne Rückkehr. Die Deportation der Juden aus dem Regierungsbezirk Arnsberg nach Zamosc im April 1942, Essen 2012, S. 70; Bundesarchiv Koblenz, Onlineversion des Gedenkbuchs Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945.


Foto: J. Fruck