Foto: J. Fruck

Ein Stolperstein für Ilse Stern

Verlegung am 12.11.2019, Gerberstraße 9, Witten-Herbede


Ilse Stern kam am 31. Mai 1913 in Wickede, heute Dortmund, Hellweg 25 zur Welt. Ihre Eltern waren Rosa und David Stern. 1930 zog sie mit ihrer Mutter und ihrem Vater nach Herbede, weil hier ihre Großeltern und Urgroßeltern lebten beziehungsweise gelebt haben. Unter dem Verfolgungsdruck der Nazis gelang ihr 1939 die Flucht nach England. In den 1950er Jahren lebte sie in den USA. Dass ihre Eltern in das Haus Gerberstraße 9 ziehen mussten, hat sie hier vor Ort nicht mehr mitbekommen. Ilse Stern, später Ilse Furst Farmer, starb Mitte der 1990er Jahre in England.


Den Stolperstein für Ilse Stern stifteten der Heimatverein Herbede und der Bürgerkreis Herbede.


Text: Martina Kliner-Fruck, Quellen: Stadtarchiv Witten: Personenstandsunterlagen, Meldeinformationen; Stadtarchiv Dortmund: Personenstandsunterlagen; Jürgen Därmann, Axel Scheibe: „Unser Dorf ist judenrein“. Die Geschichte der jüdischen Gemeinde Herbede im 20. Jahrhundert, in: Jahrbuch des VfOHM 87 (1989), S. 167-211; Kliner-Lintzen, Martina; Pape, Siegfried: „...vergessen kann man das nicht“. Wittener Jüdinnen und Juden unter dem Nationalsozialismus, Bochum 1991, S. 263; Bundesarchiv Koblenz, Onlineversion des Gedenkbuchs Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945.



Foto: J. Fruck