Foto: J. Fruck

Steine zur Erinnerung

7. Verlegung von Stolpersteinen in Witten am 12.11.2019

Die durch den Lions Club Rebecca Hanf initiierte und vom Rat der Stadt Witten 2013 mit großer Mehrheit befürwortete Verlegung von „Stolpersteinen“ in Witten hatte am 4. April 2014 unter reger Anteilnahme ihren Auftakt. Seitdem verlegte der Künstler Gunther Demnig neunzig mit individuellen Inschriften versehene, würfelförmige Stolpersteine in Witten, die an NS-Verfolgte erinnern. Am Dienstag, 12. November 2019, folgt ab 9 Uhr die siebte Verlegung von Erinnerungszeichen in Herbede und in der Wittener Innenstadt. Es werden 18 neue Stolpersteine in öffentliche Gehwege „implantiert“.


Programm


Beginn 9:00 Uhr: Gegenüber Gerberstraße 1, Witten-Herbede


Musikalischer Auftakt: Chor der Hardenstein-Gesamtschule

Begrüßung: Bürgermeisterin Sonja Leidemann


Ein Stolperstein für Siegfried Rosenberg

Ein Stolperstein für Selma Rosenberg geborene Grünebaum

(Es sprechen Elias Karouki und Finn Glass, Hardenstein-Gesamtschule)


ca. 9:20 Uhr: Zweiter Verlegeort Gerberstraße 9, Witten-Herbede


Ein Stolperstein für David Stern

Ein Stolperstein für Rosa Stern geborene Rosenbaum

Ein Stolperstein für Ilse Stern

Ein Stolperstein für Mathilde Adele Bier geborene Grünebaum

Ein Stolperstein für Alma Grünebaum

(Es sprechen Elias Karouki, Sophie Sendt, Viola Rusidovic, Finn Glass, Hardenstein-Gesamtschule)


ca. 10:10 Uhr: Dritter Verlegeort Steinstraße 25, Witten-Mitte


Musikalischer Auftakt: David Sogoan, Ruhr-Gymnasium

Begrüßung: Jan Schmitt, Holzkamp-Gesamtschule


Ein Stolperstein für Josef Kaufmann

Ein Stolperstein für Helene Kaufmann geborene Ries

Ein Stolperstein für Theodor Katz

Ein Stolperstein für Martha Katz geborene Kaufmann

Ein Stolperstein für Alfred Felix Katz

Ein Stolperstein für Liesel Katz

(Es sprechen: Daniel Loptev, Lisa Mösges, Mika Kümeke, Adriana Lischeid, Jerry Melnik, Natascha Bäcker, Holzkamp-Gesamtschule)


ca. 10:50 Uhr: Vierter Verlegeort Lutherstraße 25, Witten-Mitte 


Ein Stolperstein für Berta Wilzig

(Es spricht Jasmin Podworny, Ruhr-Gymnasium)


ca. 11:05 Uhr: Fünfter Verlegeort Lutherstraße 34, Witten-Mitte


Ein Stolperstein für Theodor Schacher

Ein Stolperstein für Martha Schacher geborene Joseph

(Es sprechen Jan Schmitt und Adriana Lischeid, Holzkamp-Gesamtschule, und Maria Schädlich-Maschmeier, Lions Club Rebecca Hanf)


ca. 11:30 Uhr: Sechster Verlegeort Galenstraße 24, Witten-Mitte 


Ein Stolperstein für Anna Elfriede Möhrke geborene Christoph

Ein Stolperstein für Paul Heinrich Möhrke

(Es sprechen Katharina Boden, Leonie Muhr, Andrea Witowski, Studentinnen der Universität Witten / Herdecke)


Ende der öffentlichen Veranstaltung gegen 12 Uhr.


Detaillierte Informationen zu den NS-Verfolgten, an die die Stolpersteine erinnern, und zu den Paten der Erinnerungszeichen folgen in Serie bis zum 12. November. 



Dank


Das Stadtarchiv und der „Arbeitskreis Stolpersteine in Witten“, der sich aus zahlreichen Vereinen, Initiativen, der WABE, Kirchengemeinden und Schulen zusammensetzt, bedanken sich bei Gunter Demnig und seinem Team. Der Dank gilt auch allen Archiven, Forscherinnen und Forschern, der Stadtverwaltung Witten, den Patinnen und Paten der Stolpersteine und den Nachfahren der NS-Opfer, die die Forschungen unterstützt haben. Ebenso dankt das Stadtarchiv den Stadtwerken Witten für die finanzielle Förderung der projektbezogenen Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern, die die Präsentation der Verlegung in mehreren Workshops vorbereitet haben. 


Ein besonderer Dank geht an die Überlebenden der Shoah, die ihre Erinnerungen, Fotos und Dokumente vor Jahrzehnten dem Stadtarchiv Witten überlassen haben. Diese Zeugnisse waren und sind eine wesentliche Quellengrundlage für ein „Erinnern für die Zukunft“ und damit auch für das Projekt Stolpersteine.


Weitere Informationen zum europaweiten KunstDenkmal „Stolpersteine“ finden Sie unter: http://www.stolpersteine.eu/ 

Informationen zu den bisher in Witten verlegten Stolpersteinen unter: https://www.kulturforum-witten.de/stadtarchiv/stolpersteine/   




Foto: J. Fruck