Werbung der Glocken- und Metallgießerei Karl Munte, Witten, Rosenstraße 14 um 1910, aus: Witten in Handel und Gewerbe. Ein Nachschlagebuch aus den verschiedensten Gebieten Wittener Geschäftslebens. Hg. Friedr. Goebel, Hofphotograph. Witten, II. Aufl., o. J. [um 1910], Bl. 1, Stadtarchiv Witten, VerNa 126.

Oh, welch ein Ding! – Einstimmung zum Internationalen Friedensläuten am 21. September 2018

Stadtarchiv zeigt Schulglocke von 1894 und Archivmaterial zur Glockengießerei Munte

Das Stadtarchiv präsentiert am Donnerstag, 20. und Freitag, 21. September, anlässlich des Aufrufs an alle Glockeneigentümer zum Friedensläuten im Kulturerbejahr 2018 die 1894 in der ehemaligen Glockengießerei Munte in Witten gegossene und etwa 25 Kilogramm schwere Schulglocke der ehemaligen Lakeschule. Gestimmt wurde die Glocke, die als Inschrift die Jahreszahl „1894“ und „Gegossen von Carl Munte in Witten“ trägt, auf den Ton d³. Jedoch klingen kann das gute Ding nicht mehr, da es u. a. von Rost befallen ist. Seit 1966 befindet sich das Exponat in den Beständen des Märkischen Museums Witten.

Gleichzeitig zeigt das Stadtarchiv Archivmaterial zur ehemaligen Wittener Glocken- und Metallgießerei Munte, gegründet 1864. Die Firma bestand bis 1957 in der früheren Rosenstraße 14 in der Nähe des heutigen Hauptbahnhofs. Der Abbruch des Gießereigebäudes erfolgte 1987. Einige Fotografien der damaligen Werkstatt hat der Wittener Fotograf Davide Bentivoglio dem Stadtarchiv zur dauerhaften Aufbewahrung überlassen. Auch diese werden mit der „Munte-Glocke“ im Stadtarchiv zu sehen sein. Besucherinnen und Besucher erhalten zudem die Gelegenheit, in zwei besonderen, über hundert Jahre alten Archivakten (vorsichtig!) zu blättern. Es handelt sich um Unterlagen über die Beschlagnahme und Ablieferung von Glocken aus Witten und Annen zu Kriegszwecken im Ersten Weltkrieg.

Das Stadtarchiv Witten dankt dem Märkischen Museum Witten und dem Verein für Orts- und Heimatkunde in der Grafschaft Mark für freundliche Leihgabe der Schulglocke.

Oh, welch ein Ding! – Einstimmung zum Internationalen Friedensläuten

Wann: 20. und 21. September von 10-16 Uhr

Wo: Stadtarchiv Witten, Bergerstraße 25 (Saalbau-Passage), 58452 Witten

Bildnachweis: Werbung der Glocken- und Metallgießerei Karl Munte, Witten, Rosenstraße 14 um 1910, aus: Witten in Handel und Gewerbe. Ein Nachschlagebuch aus den verschiedensten Gebieten Wittener Geschäftslebens. Hg. Friedr. Goebel, Hofphotograph. Witten, II. Aufl., o. J. [um 1910], Bl. 1, Stadtarchiv Witten, VerNa 126.

„Friede sei ihr erst Geläute“ – Europaweites Glockenläuten zum Internationalen Friedenstag am 21. September im Europäischen Kulturerbejahr 2018

Im Europäischen Kulturerbejahr 2018 rufen der Deutsche Städtetag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund, das Kulturbüro der Evangelischen Kirche Deutschland, das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken und das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz (DNK) alle Glockenbesitzer zur Beteiligung am europaweiten Glockenläuten am Internationalen Friedenstag, 21. September 2018, von 18:00 Uhr bis 18:15 Uhr auf. (vgl. sharingheritage.de/europaweites-glockenlaeuten/)

Das städtische Betriebsamt lässt die Glocke des Hauptfriedhofs läuten

Die Bronzeglocke des Hauptfriedhofs Witten wurde am 15. Januar 1965 in der Glocken- und Kunstgießerei Rincker in Sinn im hessischen Lahn-Dillkreis am Fuße des Westerwaldes gegossen. Mit einem Durchmesser von 1,354 Meter wiegt sie 1427 Kilogramm und ist auf den Ton dis1 gestimmt. Außer der Jahreszahl „1965“ trägt sie keine Inschrift.