#heimatortwitten im Rahmen des Förderprogramms #heimatruhr

Jeder Mensch interpretiert Heimat auf eigene Weise, wodurch ein riesiger Spielraum entsteht. Innerhalb dieses Spielraums möchte auch Witten sich verorten und im Rahmen von #heimatruhr mindestens einen „neuen“ Heimatort an der Ruhr schaffen. Kunst und Kreativität sowie die Geschichten und Emotionen ansässiger Menschen spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, Heimatorte im Ruhrgebiet zu schaffen und Räume zu gestalten. So verwandeln wir unter Einbindung von Anwohner:innen und lokalen Akteur:innen einen wirklich grauen Knotenpunkt in einen wortwörtlich bunteren Ort, der zu Begegnung zwischen Menschen, abseits sozialer Hintergründe, verschiedener Generationen und Kulturen einlädt und zur Interaktion, zum Austausch und zur Auseinandersetzung mit dem „Heimatort“ Witten und dem Begriff „Heimat“ – der in vielen Kontexten nicht nur positiv konnotiert ist – anregen soll.

Unser Ort des Geschehens befindet sich mitten in der City an der Poststraße 25 / Ecke Am Humboldtplatz. Konkret handelt es sich um sich ein Hauptverteilerhaus der Deutschen Telekom AG. Darin befinden sich die Kabel, die unsere diversen Kommunikationswege ermöglichen. Abstrahiert könnte man sagen, dass diese Kabel es uns ermöglichen, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, Freundschaften zu pflegen, mit Familienmitgliedern in Verbindung zu bleiben und mit dem Heimatgedanken verbundene Gefühle evozieren und stärken. Ursprünglich waren zwei große öffentliche Workshops geplant, bei denen sich alles um den Heimatbegriff drehen sollte. Aufgrund der aktuellen Situation musste jedoch umgeplant werden: In einem Projekttreffen im storylab kiu der FH Dortmund entstand die Idee, Interviews zum Thema Heimat zu führen. Gesagt, getan. Insgesamt 18 wirklich schöne und einzigartige Interviews wurden zum #heimatortwitten geführt, deren Inhalte maßgeblich zur Entstehung des Gestaltungskonzeptes beigetragen haben. Darin lag auch die Herausforderung für den Künstler Choko – durch die verschiedenen Definitionen und Emotionen, ein Gesamtkunstwerk zu entwerfen, das im Anschluss von ihm an die Fassade des Hauptverteilerhauses gemalt wird.  

Das Projekt zeichnet sich durch zwei Besonderheiten aus. Einerseits ist es die Entstehung des Gestaltungskonzeptes unter Einbindung diverser Menschen und andererseits werden die geführten Interviews als Podcast für Passanten und Interessierte hörbar gemacht. Insgesamt werden drei Telefonapparate am Zaun des gestalteten Gebäudes installiert. Neben dem „Podcast-Telefon“ wird es ein Telefon geben, an dem man sehr spannenden historischen Fakten zum Ort lauschen kann und ein weiteres Telefon, das die Geräuschkulisse Wittens hörbar macht. Natürlich immer mit dem Blick auf das gestaltete Gebäude und den Humboldtplatz. Uns bleibt nur zu sagen, nehmen Sie die Hörer ab.

Das Kulturbüro Witten freut sich, mit dem Projekt #heimatortwitten Teil des Förderprogramms #heimatruhr zu sein und gemeinsam mit einem kleinen Projektteam, bestehend aus dem Wittener Graffitikünstler Choko, der Projektleiterin Kata Kern und der Wittener Fotografin Dana Schmidt in Kooperation mit dem storylab kiu der FH Dortmund (Maximilian Walter und Kai Czerwonka) einen „neuen“ Heimatort an der Ruhr zu schaffen. Beratung und Unterstützung erhielt das Projekt unter anderem auch vom Stadtarchiv Witten und der Bezirksgruppe Witten des Blinden- und Sehbehindertenverein Westfalen e.V.

Das Projekt wird gefördert durch das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen. In Kooperation mit ecce (european centre for creative economy)und dem IAT (Institut Arbeit und Technik der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen Bocholt Recklinghausen). Beratung und Unterstützung erhält das Projekt vom Stadtarchiv Witten, der Bezirksgruppe Witten des Blinden- und Sehbehindertenverein Westfalen e.V., den Stadtwerke Witten, der StadtGalerie Witten, und der Autoteile Lehnhoff GmbH.

 

Was passiert wann:

21.05. – 11.06.

Ausstellung: Erste Einblicke in das Projekt #heimatortwitten im Rahmen von „Platz gemacht. Work in progress“ auf dem Vorplatz des Saalbau Witten. „Platz gemacht“ wird organsiert vom Stadtarchiv Witten. 

01.06. – 11.06.

Fassadengestaltung / Installation der Telefonapparate

07.06. / 08.06.

Graffiti-Workshop zum Thema Heimat für Jugendliche ab 12 Jahren. Teilnahme mit Anmeldung.

11.06.

Pressekonferenz und kleine Eröffnung

TBA

Führungen von der Saalbaupassage zum Humboldtplatz für alle interessierten Menschen. Dir Führungen finden in Kooperation mit der Bezirksgruppe Witten des Blinden- und Sehbehindertenverein Westfalen e.V. statt.

 

Kontakt: Kulturbüro Witten, Juana Andrisano, juana.andrisano@stadt-witten.de, 02302 581 2435.

Förder:innen und Projektpartner:innen