„Widerstand und Solidarität von Wittener*innen im Nationalsozialismus“ lautet der Titel eines analogen Stadtplans, den Schülerinnen und Schüler des Ruhr-Gymnasiums in Kooperation mit dem Stadtarchiv, der Caritas Witten und der AWO-EN, gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“, erarbeiteten. Seit ihrer Präsentation zum Jahresbeginn 2025 im B63 - Zentrum für Stadtkultur erfährt der Stadtplan mit acht Kurzbiografien, Zeichnungen von Karl Uhlenbrock und Fotos eine große Resonanz. Leider sind uns bei der Vorbereitung des Drucks Fehler unterlaufen, auf die wir an dieser Stelle aufmerksam machen möchten. Fritz Rosenbaum, 1915 als Sohn einer jüdischen Familie in der Bahnhofstraße 17 in Witten geboren, 1933 zum katholischen Glauben konvertiert und seither „Bruder Wolfgang“ genannt, wurde von Nationalsozialisten am 30. September 1942 im Vernichtungslager Auschwitz und damit nicht im Konzentrationslager Westerbork ermordet. Sein Wittener Versteck in der katholischen St. Franziskus-Kirchengemeinde, in der er vor seiner Flucht in die Niederlande „Rettungswiderstand“ durch Pfarrer Johannes Rechmann erlebte, befand sich in der Herbeder Straße 28. Für Interessierte, die sich auf Spurensuche nach dem mutigen und entschlossenen Handeln von Wittener*innen im Nationalsozialismus begeben möchten, ist der Stadtplan weiterhin im Stadtarchiv kostenfrei erhältlich. Weiterführende Literatur zu Bruder Wolfgang, alias Fritz Rosenbaum, kann in der Archivbibliothek des Stadtarchivs Witten nach Terminvereinbarung unter: stadtarchiv@stadt-witten.de (telefonisch unter 02302 581-2415) eingesehen werden.
Bildnachweis: Fritz Rosenbaum, später „Bruder Wolfgang“ 1938, Foto: privat, Quelle: Stadtarchiv Witten