"Langer Abend der Wittener Stadtgeschichte" am 27. September 2025

    Kürzlich bezeichnete die WAZ das Stadtarchiv als „Wittens bekanntestes Versteck“. Auch Wittens Stadtgeschichte hält Orte und Themen bereit, die trotz ihrer historischen Bedeutung und Aktualität mehr Aufmerksamkeit verdienen. Um das (vermeintlich) Unsichtbare sicht- und erfahrbarer zu machen, lädt das Stadtarchiv Witten – in Zusammenarbeit mit dem Verein für Orts- und Heimatkunde in der Grafschaft Mark, weiteren Heimat- und Geschichtsvereinen, bodo e.V. sowie engagierten Bürgerinnen und Bürgern – am 27. September 2025 von 17-22 Uhr erstmals zu einem „Langen Abend“ ein. 

    Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Wir freuen uns auf Sie!

     

    Stand: 23. September 2025 – Programmänderungen vorbehalten

     

    Kurzübersicht Programm

     

    17:00-19:00 Uhr: Themenführungen im Stadtgebiet

    17:00-20:00 Uhr: Mitmachaktionen, Ausstellungen und Präsentationen im Stadtarchiv Witten, auf dem Saalbau-Vorplatz und im Saalbau-Foyer

    17:00-19:00 Uhr: Einblicke in Archiv und Bibliothek des Vereins für Orts- und Heimatkunde in der Grafschaft Mark, Geschäftsstelle im Märkischen Museum

    17:00-22:00 Uhr: Ausstellungen, Künstlerische Performance, Filmsequenzen und Konzerte im Haus Witten

     

    Führungen

    Die 45- bzw. 90-minütigen Gratis-Führungen werden ohne Anmeldung angeboten. Allerdings ist die Personenzahl aus organisatorischen Gründen begrenzt, sodass eine Teilnahme nicht garantiert werden kann. Bitte beachten Sie die verschiedenen Start- und Endpunkte der Führungen im erweiterten Innenstadtbereich. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis. 

     

    Die kleinen Schwestern der Ruhr (Ralph Klein)

    Witten liegt in einer regenreichen Gegend. Das viele Wasser fließt durch zahlreiche Bäche – den kleinen Schwestern der Ruhr – zu Ruhr und Emscher. Die meisten von ihnen sind seit langem in Rohre und Kanäle unter die Straßen verbannt. Der ca. 2 km lange, barrierefreie Spaziergang folgt einigen von ihnen, die durch die Innenstadt fließen und die die Siedlungsgeschichte unserer Stadt geprägt haben.

    Termin: 17:00-18:30 Uhr – max. 20 Personen

    Start: Ecke Bachstraße/Südstraße – Ziel: Hans-Böckler-Straße (am Gewerkschaftshaus)

    barrierefrei

     

    Draußenperspektive (Dennis Dickopp)

    Wie kann man in Witten und in anderen Städten seine Wohnung verlieren? Wie verbringen Menschen auf der Straße ihren Tag? Welche Hilfen sichern das Überleben draußen und welche Angebote helfen, Obdachlosigkeit zu beenden? Die sozialen Stadttouren des Straßenmagazins „bodo“ beantworten diese Fragen. Die bodo-Tourguides haben als Betroffene selbst Obdachlosigkeit erfahren, kennen das Leben draußen und den Weg zurück.

    Termine: 17:00-17:45 Uhr und 18:15-19:00 Uhr – max. 20 Personen pro Führung

    Hinweis: Anders als im bodo-Heft 09/2025 angekündigt, wird es keine Führung ab 19:00 Uhr geben.

    Start: Vorplatz Hauptbahnhof – Ziel: Stadtarchiv Witten

    barrierefrei

     

    „Lebendiges“ Archiv – die Ev. Luth. Johanniskirche Witten (Wolfgang Schneider)

    Die Johanniskirche, als stadtbildprägender Bau des christlichen Bekenntnisses errichtet, über viele Jahrhunderte erhalten und erneuert, ist zugleich Raum der Kunst, des Handwerks und der Musik. Außerdem dokumentiert sie die Siedlungs-, Kultur- und Kirchengeschichte der Stadt und ist wichtiges Zeugnis des europäischen Kulturerbes. Alle Interessierten sind eingeladen, im Rahmen der Führung Spuren der Baugeschichte sowie Bezüge zur regionalen Entwicklung und des Gemeinwesens zu entdecken.

    Termine: 17:00-17:45 Uhr und 18:15-19:00 Uhr

    Start: vor dem Turm der Johanniskirche

    barrierefrei

     

    Stadtgeschichte und Lebenswege. Mittendrin die „Gastarbeiter“ von damals, die Stimmen von heute (Ayse Kaber und Hatice Henning)

    Deutschland (damals die BRD) schloss 1955 ein Anwerbeabkommen mit Italien und 1960 auch mit der Türkei, Griechenland, Spanien und Jugoslawien, um den Arbeitskräftemangel zu beheben. Nach über 65 Jahren ist auch Witten die Heimat der damaligen „Gastarbeiter“ und deren Familien geworden. Die Bahnhofstraße, Ausgangspunkt unseres kleinen Rundgangs, hat sich im Laufe der Zeit von einer einfachen Verbindungsstraße zu einer bunten Geschäfts- und Wohnstraße entwickelt, die nunmehr eng mit der Geschichte Wittens und den hier lebenden Menschen mit internationaler Familiengeschichte verbunden ist.

    Termine: 17:00-17:45 Uhr und 18:15-19:00 Uhr – max. 20 Personen pro Führung

    Start und Ziel: Bahnhofstraße 56

     

    Wohnen in Wittens größtem Denkmal (Thomas Sebralla und Christian Linder)

    Die Teilnehmenden erwartet ein Spaziergang durch die Siedlung Witten-Ost. Vor über 100 Jahren wurde hier auf Wunsch der Industrie in Kooperation mit der Stadt Witten mit dem „Koloniebau“ begonnen. Es sollten Wohnungen für die Angestellten der Betriebe sowie für kinderreiche Familien geschaffen werden. Der Pestalozzi-Platz inmitten der Siedlung war als ein verbindendes Element mit angrenzender Schule geplant. Die spannende Siedlungsgeschichte ist auch heute noch an den bestehenden Gebäuden deutlich ablesbar.

    Termine: 17:00-17:45 Uhr und 18:15-19:00 Uhr – max. 25 Personen pro Führung

    Start und Ziel: Verwaltung der Wohnungsgesellschaft Witten-Ost, In der Mark 26

    barrierefrei

     

    Zwischen Mühlen, Bergbau und den Anfängen der Industrie in Witten: 

    Auf Spurensuche von Haus Berge zu den Mühlsteinen (Peter Schüler)

    Auf nur 400 Metern gibt es viel zu erzählen. Im Mittelpunkt unseres kleinen Spaziergangs stehen Haus Berge (heute Haus Witten), der Bergbau unter dem Helenenberg und die Bedeutung der drei Mühlen am Mühlengraben. An den Mühlsteinen im Stadtpark endet die Tour, die neugierig machen soll auf die abwechslungsreiche Stadt- und Industriegeschichte Wittens.

    Termine: 17:00-17:45 Uhr und 18:15-19:00 Uhr – max. 20 Personen pro Führung

    Start: Innenhof Haus Witten – Ziel: Stadtpark

    Die Tour geht stetig bergauf.

     

     

    Offenes Archiv des Vereins für Orts- und Heimatkunde in der Grafschaft Mark

     

    • Einblicke in Archiv und Bibliothek (17:00-19:00 Uhr, Geschäftsstelle)
    • die ältesten Archivalien zur Geschichte Wittens ab dem 16. Jahrhundert
    • das Jahrbuch des Vereins (VOHM) seit 1886

     

    Geschäftsstelle, Archiv und Bibliothek sind erreichbar durch die Strünkede-Halle des Märkischen Museums oder vom Parkplatz aus auf der Rückseite des Museums.

     

     

    Angebote im Stadtarchiv

     

    Offenes Stadtarchiv

    • Kleine Ausstellungen und Bücherverkauf (17:00-19:30 Uhr, Nutzerraum)
    • Magazinführungen (18:15 Uhr, 18:45 Uhr, 19:15 Uhr, Treffpunkt im Nutzerraum)
    • Mitmach-Aktionen: u.a. Erforschen von Fotos und Plakaten (17:00-19:30 Uhr, Nutzerraum)

     

    Angebote im Saalbau-Foyer

     

    Ein neuer Ort für Erinnerung

    Mayuko Kudo rekonstruiert den Saalbau Witten als virtuellen Raum in VRChat. Im Workshop führt sie die Teilnehmenden mit Virtual Reality-Headsets durch das virtuelle Witten und lädt zu 1:1-Sessions im Saalbau ein. Dort entsteht ein Dialog über die Stadt, ihre Erinnerungen und ihre Zukunft. Schritt für Schritt entwickelt sich so ein „Cultural Twin“ – ein neuer Ort für Erinnerung, Öffentlichkeit und Teilhabe.

    Termin: 17:00-18:00 Uhr – max. 4 Teilnehmende (je ca. 15 min.)

     

    Angebote auf dem Saalbau-Vorplatz

     

    Tunnel-Bingo (Julie Stamm)

    Dieses Stück lädt ein zu einem „Bingo-Spiel“ auf dem Vorplatz des Saalbaus. Ausgestattet mit digitalen Karten begeben sich die Teilnehmenden auf eine kleine Erkundungstour: Die Wege auf den Karten verbinden räumliche Pfade aus historischen Tanzpartituren mit alten Entwässerungstunneln rund um Witten. So wird der Platz zu einem Spielfeld – für neue Perspektiven, gemeinsames Verweilen und eine spielerische Begegnung mit dem Ort. Benötigt werden ein Smartphone und eine QR-Code-Scan-App.

    Termin: 17:30-18:00 Uhr – max. 35 Teilnehmende

     

    Fragen über Fragen – Eine interaktive Performance, eine forschende Installation

    Das Ensemble_X stellt sich die großen Fragen und schenkt sie den Menschen der Stadt. Wem gehört die Stadt? Was, wenn die Stadt ein Mensch wäre? Welche Geschichten erzählte und erzählt sie? Was hat die Zwiebel damit zu tun?

    Termin: 18:00-19:00 Uhr

     

    Verborgene Standortgeschichte: Eine kleine Bilderreise (Hans-Jürgen Lewer und Thomas Urban)

    Der Saalbau, seit seiner Eröffnung 1975 bis 1995/96 und seit 2012 zugleich Sitz des Stadtarchivs, begeht in diesem Jahr sein 50. Jubiläum. Die Vorgeschichte dieses Standorts ist jedoch vielen Menschen in Witten und Umgebung kaum bekannt. Daher gibt der Bildvortrag Einblicke in den über Jahrzehnte prägenden Einfluss einer Großzeche, die bereits vor 100 Jahren für immer ihre Pforten schloss, sowie Eindrücke von der späteren Brache und „Saalbaustelle“.

     

    Termin: 19:30-20:00 Uhr

     

     

    Angebote im Haus Witten

     

    Stöbern – Grübeln - Fachsimpeln

    • Präsentationen der Heimat- und Geschichtsvereine (17:00-20:00 Uhr, Konferenzraum)

    17:00-18:00 Uhr sowie 18:30-19:30 Uhr: Kurzfilme über das Dorf Stockum: u.a. „Bauernhöfe aus Stockum und Düren“, „Himmlische Ansichten“ (Luftaufnahmen), „Dreschen wie in alten Zeiten“, Maifest und Karneval in Stockum, Führungen auf der Gerdes und Hörder Straße sowie Besuch des Telefonmuseums [Heimatfreunde Stockum/Düren]

    18:00-18:30 Uhr: Kurzvorträge zur Schließung des Krupp-Werks Annen und der Zeche Hamburg im Jahr 1925 [Geschichtsverein Annen]

    17:00-20:00 Uhr: Ausstellung von Bildern alter Stockumer Gebäude und Menschen 

    17:00-20:00 Uhr: Vorstellung und Verkauf des neuen Heimatkalenders 2026 [Heimat- und Geschichtsverein Bommern]

    • Fragen über Fragen – Eine interaktive Performance, eine forschende Installation, Ensemble_X (19:00-20:00 Uhr, Innenhof)
    • Ausschnitte aus dem Witten-Film von Davide Bentivoglio (17:00-21:00 Uhr, Kinosaal)

     

    Gemeinsamer Abschluss des Abends im Haus Witten

    • Dozentenkonzert der Musikschule Witten (20:00-21:00 Uhr, Konzertsaal)
    • Blues Unlimited (20:00-22:00 Uhr, Innenhof, begrenzte Anzahl an Sitzplätzen)

    Im Haus Witten steht ein kostenpflichtiges gastronomisches Angebot durch das Team des Café Amadeus zur Verfügung. 

     

    Adressen

    Stadtarchiv Witten: Bergerstraße 25, Saalbau-Passage, 58452 Witten

    Haus Witten: Ruhrstraße 86, 58452 Witten

    Verein für Orts- und Heimatkunde in der Grafschaft Mark (Geschäftsstelle): Husemannstraße 12, 58452 Witten. Die Geschäftsstelle ist erreichbar durch die Strünkede-Halle im Märkischen Museum oder vom Parkplatz aus auf der Rückseite des Museums.

     

    Kontakt

     

    Stadtarchiv Witten 

    Bergerstraße 25, Saalbau-Passage, 58452 Witten

    stadtarchiv@stadt-witten.de

    stadtarchiv-witten.de

    Flyer "Lesser known places - Langer Abend der Wittener Stadtgeschichte"

    • Flyer "Lesser known places - Langer Abend der Wittener Stadtgeschichte"