„1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ – Albert-Martmöller-Gymnasium zeigt als erste Schule MiQua-Wanderausstellung

    Die Wanderausstellung „Menschen, Bilder, Orte – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ ist ein Projekt von „MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln“. Ab Montag, den 19. Januar bis zum 29. März und nach den Osterferien vom 13. bis zum 27. April kann sie kostenlos im Albert-Martmöller-Gymnasium (AMG), Oberdorf 9, besucht werden. Nach der Essener Synagoge, zahlreichen bundesdeutschen Museen und Kirchen, den Frankfurter Messehallen und zuletzt dem Xantener Dom ist das AMG die erste Schule, in der die Ausstellung zu sehen sein wird.

    Das jüdische Leben seit dem Jahr 321 bis heute

    Anhand von persönlichen Geschichten einzelner Menschen, mit Bildern, Filmen und Fakten wirft die Ausstellung Schlaglichter auf das jüdische Leben seit 321 bis heute. Dies ist der Ausgangspunkt der 2021 konzipierten Wanderausstellung, die zeigt, dass Jüdinnen und Juden seit nunmehr über 1700 Jahren ein fester Bestandteil der Geschichte und der Gegenwart des heutigen Deutschlands sind. 

    Vier begehbare Kuben bilden Alltag und Leben ab

    In der Wanderausstellung sind biographische Erzählungen, bedeutende Schriftquellen, archäologische Funde und zahlreiche Ereignisse an verschiedenen Orten in Nordrhein-Westfalen und Deutschland zu entdecken. In vier begehbaren Kuben werden die Themen „Recht & Unrecht“, „Leben & Miteinander“, „Religion & Geistesgeschichte“ sowie „Kunst & Kultur“ behandelt. Jeder Kubus steht für sich, doch die Inhalte verbinden sich zu einem großen Ganzen. So taucht die Ausstellung ein in den Alltag und das Leben, beleuchtet Katastrophen und Unrecht bis hin zum unfassbaren Grauen der Schoa.

    Köln ältester nachweisbarer Ort jüdischen Lebens nördlich der Alpen

    Warum ausgerechnet seit dem Jahr 321? In diesem Jahr erließ Kaiser Konstantin ein reichsweit gültiges Gesetz, das veranlasste, dass Juden von nun an auch in die Stadträte berufen werden konnten. Die Urkunde, ursprünglich ein Antwortschreiben an den Kölner Stadtrat, macht Köln zum ältesten nachweisbaren Ort jüdischen Lebens nördlich der Alpen. 

    Besuchsmöglichkeiten und Kontakte

    Der Besuch der Ausstellung ist kostenlos. Schulklassen und schulische Gruppen können die Ausstellung vormittags nach Anmeldung für jeweils maximal 90 Minuten besuchen. Sie erhalten dabei eine kurze Einweisung. Anmeldungen bitte über das Sekretariat des Albert-Martmöller-Gymnasiums, Tel. 02302 581-5760.

    Außer­schulische Gruppen werden vom Stadtarchiv Witten sowie vom Freundeskreis der Israelfahrer e.V. begleitet und in die Ausstellung eingewiesen. Diese Gruppen können die Ausstellung nach vorheriger Anmeldung jeden Dienstag- und Mittwochnachmittag (zwischen 14 und 17 Uhr) sowie an jedem zweiten Donnerstag im Monat (zwischen 17 bis 20 Uhr) ebenfalls für jeweils maximal 90 Minuten besuchen. Interessenten können sich direkt beim Stadtarchiv Witten anmelden: Telefonisch unter 02302 581-2411 oder per E-Mail an stadtarchiv@stadt-witten.de

    Einzelpersonen können die Ausstellung ohne Anmeldung an jedem vierten Donnerstag im Monat von 17 bis 20 Uhr besuchen.

    Aktuelle Informationen, auch zu Zusatzterminen und Zusatzveranstaltungen, stehen auf der Seite des Stadtarchivs unter kulturforum-witten.de/de/stadtarchiv.

    Allgemeine Informationen zur Ausstellung sind abrufbar unter miqua.lvr.de/de/ausstellungen/wanderausstellung_1/wanderausstellung.html.

    Dort erhält man in einem digitalen 360°-Rundgang auch einen virtuellen Eindruck von der Wanderausstellung.

    Flyer MENSCHEN, BILDER, ORTE – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

    • MENSCHEN, BILDER, ORTE – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland