Die 1885 eingeweihte und am 9. November 1938 zerstörte Wittener Synagoge (rechts) neben dem Ruhr-Gymnasium im Jahr 1911. Foto: Ernst Roepke / Repro: J. Fruck, Fotosammlung Stadtarchiv

Kritik des Antisemitismus heute

Über linke, rechte und islamistische Feinde Israels (Vortrag)

Dr. Stephan Grigat wird am Freitag, 4. Mai 2018, ab 19.30 Uhr einen Vortrag zum Thema „Kritik des Antisemitismus heute: Über linke, rechte und islamistische Feinde Israels“ im Soziokulturellen Zentrum „Trotz allem“, Wideystraße 44 halten.

Der Referent will zum einen die Frage beantworten, warum es sich beim Antisemitismus nicht lediglich um ein rassistisches Vorurteil gegenüber Juden handelt. Zum anderen wird er die geopolitische Reproduktion des Antisemitismus im Antizionismus beleuchten: Welche Wandlungen gibt es im Hass auf Israel? Welche Rolle spielen linke, rechte und islamistische Akteure bei der Verbreitung von Antisemitismus und Antizionismus? Warum bietet sich das Ressentiment gegen den jüdischen Staat als verbindendes Element an?

Der Politikwissenschaftler und Publizist Dr. Stephan Grigat promovierte an der Freien Universität Berlin. 2016 / 2017 hatte er für ein Jahr die Gastprofessur für Israel Studies am Moses Mendelssohn Zentrum, Universität Potsdam, übernommen. Stephan Grigat war in den letzten Jahren u. a. Lehrbeauftragter am Institut für Politikwissenschaft und am Institut für Philosophie der Universität Wien sowie am Centrum für Jüdische Studien der Universität Graz. Seine Arbeitsschwerpunkte sind u. a. Antisemitismuskritik, der Nahostkonflikt, kritische Gesellschaftstheorie und die Geschichte linker Bewegungen.

Wann: Freitag, 4. Mai 2018, ab 19.30 Uhr
Wo: Soziokulturelles Zentrum „Trotz Allem, Wideystraße 44, 58452 Witten
Eintritt frei

 

„… die Gesinnung der Canaille“ – Geschichte und Gegenwart des Antisemitismus (Vortragsreihe)

Vortrag und Diskussion sind Teil einer Veranstaltungsreihe zum Thema „Antisemitismus und Erinnerungskultur“. Veranstalter ist das Soziokulturelle Zentrum „Trotz Allem“ in Kooperation mit dem Stadtarchiv Witten und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Witten anlässlich der nationalsozialistischen Novemberpogrome 1938 vor 80 Jahren. Von den gewaltsamen Ausschreitungen im November 1938 waren auch Wittener Jüdinnen und Juden betroffen und die 1885 eingeweihte Wittener Synagoge wurde von Nationalsozialisten niedergebrannt.

Die Veranstaltungsreihe wird aus Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben“ für das Jugendforum des Jugendrings Witten mit freundlicher Unterstützung des Wittener Ortsverband Bündnis 90 / Die Grünen gefördert.

 

Bildnachweis: Die 1885 eingeweihte und am 9. November 1938 zerstörte Wittener Synagoge (rechts) neben dem Ruhr-Gymnasium im Jahr 1911. Foto: Ernst Roepke / Repro: J. Fruck, Fotosammlung Stadtarchiv