Foto: Brigitte Krämer

Salon „Frauenbilder“

Aysel, Kateryna, Sara, Suad, Violetta und Yamamah ... jetzt hier! Lebenswege von Frauen mit Migrationserfahrungen

Mehrere Frauen aus unterschiedlichen Herkunftsnationen haben sich bereitgefunden, in einem moderierten Gespräch über ihr Leben zu erzählen. Es wird um Unterschiede und Gemeinsamkeiten ihrer Herkunftsländer und ihrer neuen Lebensorte gehen, um den Moment der Ankunft, um Ausgrenzung und Integration, um Sprachkultur, um ihre Position als Frau, um Lebensgestaltung und um persönliche Perspektiven für die Zukunft.

Deutschlands Bevölkerung ist vielfältig, das wissen wir nicht erst seit 2015, als etwa 890.000 Menschen neu zu uns kamen. 2016 haben laut Statistischem Bundesamt von etwa 82,4 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern in Deutschland 18,6 Millionen (22,5 Prozent) einen Migrationshintergrund. Neben über 37 Millionen Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit haben über vier Millionen Frauen ausländische Wurzeln. Manche sind kürzlich aus Kriegsgebieten geflüchtet, andere leben seit vielen Jahren hier. Was wissen wir voneinander und woher haben wir dieses Wissen? Im aktuellen Salon „Frauenbilder“ wird nicht nur über Migrantinnen berichtet werden, sondern das gemeinsame Gespräch und der Austausch miteinander werden im Zentrum der Veranstaltung stehen.

In kurzer Darstellung wird zunächst Ingrid Telsemeyer, langjährige wissenschaftliche Referentin des LWL-Industriemuseums, Hintergründe zur Situation von Migrantinnen in Deutschland aufzeigen. Andrea Pfeiffer von der Stabsstelle für Integration der Stadt Witten informiert über Migration und Flüchtlingsarbeit in Witten. Im Anschluss daran kommen die Frauen zu Wort, die aus unterschiedlichsten Gründen ihr Geburtsland verlassen haben und jetzt hier bei uns leben: Wie beispielsweise Sara und Yamamah, Mutter und Tochter, die vor zwei Jahren aus der syrischen Stadt Rakka nach Deutschland geflüchtet sind.

Damit ein Dialog auch auf einer anderen Ebene stattfindet, kann jede, die möchte, eine Kleinigkeit zum Verzehr (Fingerfood) mitbringen. Dieser Salon „Frauenbilder“ ist eine Gemeinschaftsveranstaltung des LWL-Industriemuseums Zeche Nachtigall mit drei weiteren Institutionen: Stadt Witten mit ihrer Gleichstellungsstelle, ihrer Stabsstelle für Integration und dem Stadtarchiv Witten im Kulturforum.

Wann: Donnerstag, 26. April 2018, 18:15 – 20:15 Uhr
Wo: LWL- Industriemuseum Zeche Nachtigall, Nachtigallstraße 35, 58452 Witten, Werkstatt-Gebäude
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.


Zum Salon „Frauenbilder“ des LWL-Industriemuseums Zeche Nachtigall

Vorgestellt werden Frauen des Industriezeitalters. Neben kulturgeschichtlich bedeutenden, rücken wir auch bisher unbekannte Frauen ins Rampenlicht. In geselliger Atmosphäre eines Café-Salons mit Getränken und Gebäck werden Vorträge, Lesungen, Bilder und Musik angeboten. Das Gehörte und Gesehene soll Anregungen für Gedanken- und Informationsaustausch, kritische Diskussionen und Analysen bieten. Parkplätze sind auf dem Gelände vorhanden.

Kontakt: LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall, 58452 Witten, Nachtigallstraße 35, Tel. 02302-93664-0, E-Mail: zeche-nachtigall@lwl.org


Foto: Brigitte Krämer